Quelle: Peacock

Das Leben schreibt häufig die besten Geschichten. Und manchmal auch die gruseligsten. Eine davon ist die des Dr. Christopher Duntsch, eines Neurochirurgen aus Dallas, der 2017 aufgrund grober ärztlicher Fehler, die innerhalb von zwei Jahren zum Tod zweier Patienten und teils schweren Behinderungen von mehr als 30 (!) weiteren führten, zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Es ist eine wirklich erschreckende Geschichte von Arroganz, Nachlässigkeit, Wegschauen und bürokratischen Schlupflöchern, in deren Verlauf viele Menschenleben ruiniert wurden. Wenn Menschen zu einem Facharzt gehen, vertrauen sie ihm meist blind ihr Wohlergehen an, und Duntsch hat dieses Vertrauen auf übelste Weise missbraucht.

Über einen sechsteiliges Podcast mit dem Titel "Dr. Death" wurde Duntschs unglaubliche und erschreckende Geschichte bekannt, und noch im selben Jahr begann die Entwicklung einer Miniserie mit demselben Titel. Vor zwei Jahren wurde Fifty-Shades-of-Grey-Star Jamie Dornan in der Hauptrolle des potenziellen Soziopathen besetzt, wurde aber aus terminlichen Gründen durch Joshua Jackson ersetzt, der sich in "Dr. Death" von einer ganz anderen Seite zeigen darf, als seine Fans ihn aus "Dawson’s Creek" oder "The Affair" kennen. Da läuft einem schon im kürzlich veröffentlichten Trailer zur Miniserie ein Schauer über den Rücken, wenn man einen Eindruck von seinem Charakter bekommt:

Patrick Macmanus ("Marco Polo") schrieb die achtteilige Miniserie und fungiert als ihr Showrunner. Regie sollte ursprünglich Stephen Frears (Die Queen) führten, wurde jedoch terminlich verhindert. Stattdessen wurde die Inszenierung der Folgen unter den Regisseurinnen Maggie Kiley ("Dirty John"), Jennifer Morrison ("Euphoria") und So Yong Kim ("Grand Army") aufgeteilt.

Neben Jackson spielen Alec Baldwin ("30 Rock"), Christian Slater ("Mr. Robot") und AnnaSophia Robb ("The Carrie Diaries") zentrale Rollen in der Miniserie. Baldwin und Slater verkörpern jeweils den Neurochirurgen Robert Henderson und den Gefäßchirurgen Randall Kirby, die gemeinsam versuchen, Duntsch das Handwerk zu legen. Robb spielt eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft von Dallas, die mit den beiden zusammenarbeitet.

Chris Sullivan ("This Is Us – Das ist Leben") spielt Duntschs alten Freund Jerry Summers, der ihm blind vertraut und selbst eins seiner Opfer wird. Grace Gummer ("Mr. Robot") stellt Kim Morgan dar, eine hochkompetente Krankenschwester, die privat und beruflich von Duntsch um den Finger gewickelt wird. Molly Griggs ("Prodigal Son") verkörpert Wendy Young, Duntschs Freundin, die Mutter seine Kinder und das letzte verbleibende Leuchtfeuer der Moral in seinem Leben.

Carrie Preston ("True Blood") spielt Duntschs Anwältin Robbie McClung. Maryann Plunkett ("House of Cards") spielt eine Patientin, deren verpfuschte OP zur Basis des Verfahrens gegen Duntsch wird. Hubert Point-Du-Jour ("The Good Lord Bird") verkörpert einen Operationspfleger am Dallas Medical Center, der Henderson und Kirby erstmals auf Duntschs katastrophale Fehler hinweist.

Produziert wurde "Dr. Death" von NBCUniversals Streaming-Dienst Peacock und wird dort diesen Sommer erscheinen. International wird Starzplay die Serie in mehreren europäischen Märkten (aber scheinbar nicht in Deutschland) und in Lateinamerika vertreiben. Wann und wo sie hierzulande erscheinen wird, steht noch nicht fest. Ich werde sie jedenfalls im Auge behalten.