Kevin – Allein zu Haus- und "Schitt’s Creek"-Darstellerin Catherine O’Hara ist tot

Die preisgekrönte kanadische Schauspielerin und Komikerin Catherine O’Hara ist gestern in Los Angeles im Alter von 71 gestorben. Die offizielle Todesursache wurde noch nicht bekanntgegeben, laut einem Sprecher des Los Angeles Fire Department wurde jedoch am selben Tag ein Notruf von ihrem Zuhause abgesetzt, woraufhin sie in einem ernsten Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

O’Haras Karriere begann in den Siebzigern als Mitglied der Improvisationstheatergruppe The Second City in ihrer Heimatstadt Toronto. Nach kleinen Rollen im kanadischen Fernsehen machte sie Mitte der Achtziger den Sprung nach Hollywood, wo sie in einer Nebenrolle in Martin Scorseses Komödie Die Zeit nach Mitternacht (OT: After Hours) besetzt wurde, der 1985 bei den Filmfestspielen von Cannes prämiert wurde. Drei Jahre später übernahm sie als Delia Deetz eine ihrer bekanntesten Rollen in Tim Burtons Kultfilm Beetlejuice. Die Rolle verkörperte sie 36 Jahre später im erfolgreichen Sequel Beetlejuice Beetlejuice.

O’Haras Durchbruch kam 1990 als Kevin McCallisters Mutter im Comedy-Riesenhit Kevin – Allein zu Haus (OT: Home Alone). Die Rolle spielte sie auch im Sequel Kevin – Allein in New York (OT: Home Alone 2: Lost in New York). Nach einer Nebenrolle im Western Wyatt Earp neben Kevin Costner begann 1996 ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Christopher Guest, mit dem sie vier Mockumentarys drehte: Waiting for Guffman, Best in Show, A Mighty Wind und Es lebe Hollywood (OT: For Your Consideration). In allen vier spielte auch Eugene Levy mit, den O’Hara bereits seit ihrer Zeit bei The Second City kannte und der später ihren Ehemann im kanadischen Comedy-Serienhit "Schitt’s Creek" verkörperte.

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In "Schitt’s Creek" spielte O’Hara von 2015 bis 2020 als verwöhnte, theatralische Moira Rose die Rolle ihres Lebens. Mit der sechsten und letzten Staffel erreichte die Serie den Höhepunkt ihrer Popularität und räumte bei den Golden Globes und den Emmys ab, wobei O’Hara bei beiden Verleihungen ausgezeichnet wurde.

Zu O’Haras letzten Rollen zählen ihr Auftritt als Joels Therapeutin Gail Lynden in der zweiten "The Last of Us"-Staffel und eine Hauptrolle in der gefeierten Hollywood-Satire "The Studio" neben Seth Rogen, für die sie jeweils für einen Emmy und einen Golden Globe nominiert wurde. O’Hara wird in der kommenden zweiten Staffel der Serie schmerzlich vermisst werden.

Neben ihren zahlreichen Rollen vor der Kamera war O’Hara auch eine gefragte Synchronsprecherin und lieh ihre Stimme u. a. Charakteren aus Animationsfilmen wie Elemental, Frankenweenie, Monster House, Ab durch die Hecke (OT: Over the Hedge), Himmel und Huhn (OT: Chicken Little) und war auch die Originalsprecherin von Sally aus Nightmare Before Christmas.

Quelle: Deadline

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