Denkt man an britische Science-Fiction-Kultserien, so fällt einem hierzulande hauptsächlich "Doctor Who" ein. Immerhin hat die Serie rund um den namenlosen Doktor mehr als 60 Jahre auf dem Buckel und machte ihre Hauptdarsteller wie Matt Smith und David Tennant zu Stars. Doch der britische Sender BBC hat eine lange Tradition von Science-Fiction- und Weltraumserien, die weit über die Abenteuer des Doktors hinausgeht. Die meisten dieser Serien wie beispielsweise "Red Dwarf" wurden jedoch trotz ihrer großen Popularität nie in Deutschland veröffentlicht und daher auch nie ins Deutsche synchronisiert.
Eine andere solche Serie ist auch "Blake’s 7". Die fast 50 Jahre alte Serie handelte vom politischen Dissidenten Roj Blake, der gemeinsam mit seiner Truppe von Gesetzlosen gegen die totalitäre Erden-Föderation kämpfte. Im Gegensatz zu vielen Serien ihrer Zeit verschwamm in "Blake’s 7" häufig die Grenze zwischen Gut und Böse, und die meisten Charaktere waren in moralischen Grautönen gezeichnet. Die in vier Staffeln erzählte Serie stammte von Terry Nation, der die ikonischen Daleks aus "Doctor Who" erschuf.
Während die Zukunft von "Doctor Who" nach schwachen Einschaltquoten für die letzte Staffel und der Auflösung der Zusammenarbeit zwischen BBC und Disney ungewiss ist, soll nun "Blake’s 7" für eine neue Generation wiederbelebt werden. Der Emmy-nominierte Regisseur Peter Hoar, der u. a. die gefeierte "The Last of Us"-Episode "Liebe mich, wie ich es will" und mehrere "Doctor Who"-Folgen inszenierte, gründete zusammen mit den Produzenten Matthew Bouch und Jason Haigh-Ellery die Produktionsfirma Multitude Productions. Ihr erstes Projekt ist ein Reboot von "Blake’s 7", das Hoar selbst inszenieren will. Laut Bouch soll das Reboot idealerweise wieder von BBC ausgestrahlt werden, für die Finanzierung wird jedoch eine Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Streaming-Anbietern und/oder europäischen Medienunternehmen wie RTL angestrebt.
Quelle: Deadline












