Batman Affleck

© Warner Bros. Pictures

Quelle: WEEI

Das Hin und Her hinsichtlich der Frage, ob Ben Affleck nach Justice League Batman wieder verkörpern wird, wird langsam zu einem Filmindustrie-Äquivalent der Ross/Rachel-Beziehung bei "Friends". Zehn Jahre lang durften die Fans rätseln, ob die beiden am Ende zusammen bleiben werden (Spoiler: ja, tun sie).

Was bisher geschah bei der "Wird Ben Affleck Batman bleiben"-Show:

Seit Affleck Anfang des Jahres den Regieposten von The Batman verließ, schwirren Gerüchte herum, dass er die Rolle nicht mehr spielen mag. Diese Gerüchte haben sowohl Affleck selbst als auch Warner Bros. wiederholt als haltlos zurückgewiesen. Affleck beteuert, dass er voller Hingabe an die Rolle ist und Warner, dass Ben Affleck deren Batman sei. Doch Gerüchte hielten sich hartnäckiger, als ich es bei angeblich unbegründeten Vermutungen je erlebt habe, und es ging sogar so weit, dass die sehr respektable Publikation The Hollywood Reporter von zuverlässigen internen Quellen berichtete, laut denen Warner an einem Plan arbeitet, Affleck als Batman möglichst würdevoll aus dem DC-Kinouniversum zu verabschieden, wobei es noch nicht klar sei, ob dies direkt nach Justice League oder erst nach The Batman geschehen soll. Kurze Zeit darauf, trat Affleck entschlossen bei der Comic-Con in San Diego auf und wies dies erneut zurück – etwas, das The Hollywood Reporter bereits in dem Artikel vorausgesagt hat.

Entweder sind alle bisherigen Gerüchte, auf die sogar namhafte Branchenblätter aufgesprungen sind, reiner Bullshit, oder Warner möchte nicht, dass diese Information vor der Veröffentlichung von Justice League für negative Presse sorgt. Fakt ist, dass laut offizieller Seite, Ben Affleck auf unbestimmte Zeit Batman bleiben wird. Fakt ist auch, dass die gegenteiligen Gerüchte einfach nicht verschwinden wollen. Der neuste Beitrag zu dem Thema, der die Gerüchteküche erneut aufkochen lässt, nachdem sie sich dank des Comic-Con-Auftritts erst beruhigt hat, kommt von einer etwas unerwarteten Quelle – Bens Bruder Casey Affleck.

Der frischgebackene Oscargewinner (für Manchester by the Sea) war bei einer Bostoner Radiosendung zu Gast und wurde von einem Moderator nach dem Gerücht gefragt. Das hatte er dazu zu sagen: (aus dem Englischen)

Ich denke, er war okay als Batman. Nein, ich denke er war großartig. Er war großartig. Er ist ein Held, also hatte er etwas, wodurch er inspiriert war und womit er arbeiten konnte. Aber ich glaube nicht, dass er diesen Film machen wird. Tut mir leid, das zu sagen.

Er wäre allerdings nicht fair, es nur dabei zu belassen, denn nachdem der Moderator von dieser Aussage sichtlich überrascht war und nachfragte, ob dies jetzt die Breaking News zu dem Thema seien, ruderte der jüngere Affleck gelassen zurück:

Ist das eine ganz neue Information? Weil ich mir das gerade irgendwie ausgedacht habe. Keine Ahnung.

Das Ganze könnt Ihr in dem Video unten ab Minute 6:02 sehen:

Tja, wie kann man sich das erklären?

Möglich ist, dass Casey Affleck sich das tatsächlich spontan ausgedacht hat. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Schauspieler aus Jux eine falsche Information zu einem DC-Film in den Medien verbreitet. Erinnert Ihr Euch noch daran, als Michael Shannon erzählte, die Leiche von General Zod würde in Batman v Superman Flossen haben und alle einschlägigen Seiten griffen die Information auf, bevor er zugab, sich einen Spaß gemacht zu haben?

Möglich ist auch, dass Casey Affleck es schlicht und ergreifend nicht weiß, weil sein Bruder und er mit unterschiedlichen Projekten beschäftigt sind und Casey nicht über alle neusten Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten wird. Es ist denkbar, dass er einfach nur die gleichen Gerüchte aufgeschnappt hat, die seit Monaten herumgeistern und die Zurückweisung seines Bruders bei der Comic-Con nicht mitbekommen hat.

Es ist auch möglich, dass Casey damit die Regie des Films meinte, die Affleck bekanntlich nicht übernehmen wird.

Zu guter Letzt ist es aber auch möglich, dass Casey Affleck zunächst die Wahrheit sagte, und als er merkte, dass er zu viel gesagt hat, hat er geschmeidig zurückgerudert und alles als eine spontane Erfindung abgetan. Er klingt überzeugend, aber er ist schließlich auch ein guter (und kürzlich oscarprämierter) Schauspieler, dessen Beruf darin besteht, Erfundenes überzeugend zu verkaufen.

Ich werde an dieser Stelle nicht rätseln, welche der drei Optionen am ehesten zutrifft, denn so langsam nehme ich die "Abwarten und Tee trinken"-Haltung ein, was diesen Batmanzirkus angeht.