Artemis Fowl Judi Dench

Judi Dench in Skyfall (2012) © Eon Productions

Quellen: Variety, Deadline

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"Endlich!" Das ging vermutlich nicht nur mir durch den Kopf, als Disney vergangenen Monat den offiziellen Starttermin für Artemis Fowl festgelegt hat. Am 22.08.2019, mehr als 18 Jahre nach dem Erscheinen des ersten "Artemis Fowl"-Romans des irischen Autors Eoin Colfer, wird das junge kriminelle Genie, das sich mit dem magischen Erdvolk anlegt, in die deutschen Kinos kommen. Über eine Adaption der gerne als Anti-Harry-Potter bezeichneten Reihe wird seit einer gefühlten Ewigkeit geredet. Angesichts des Erfolgs der Bücher und ihrer absoluten Leinwandtauglichkeit ist es mir ein Rätsel, weshalb es so lange gedauert hat, bis eine Verfilmung endlich in Angriff genommen wurde.

Kenneth Branagh wird den Film inszenieren und die nächste Frage, die sich Fans wie ich natürlich stellen, betrifft die Besetzung der Hauptcharaktere, insbesondere Artemis, seines Leibwächters Butler und der von ihm entführten und später mit ihm befreundeten Elfe Holly. Umso überraschender ist das erste Besetzungsmitglied des Films, denn dieses entspricht keiner der drei Rollen, außer Drehbuchautor Conor McPherson hat fundamentale Veränderungen der Charaktere vorgenommen. Oscargewinnerin Judi Dench (Shakespeare in Love, Bond-Reihe), die auch in Branaghs nächstem Film Mord im Orient-Express zu sehen sein wird, ist im Gespräch für eine nicht näher definierte Rolle im Film. Ich habe zwar alle Romane der Reihe gelesen, mir fällt jedoch spontan kein Part ein, auf dessen Beschreibung Judi Dench passen würde. Ich möchte mich jedoch keineswegs beschweren, denn die Grande Dame des britischen Kinos hat noch nie einem Film geschadet.

Disney hat übrigens inzwischen den in den letzten Wochen zu Recht in Verruf geratenen Harvey Weinstein als Produzenten des Films entfernt.