Anne Hathaway hat ein großartiges Jahr. Der Teufel trägt Prada 2, in dem sie ihre Rolle als idealistische Journalistin Andy Sachs nach 20 Jahren wieder verkörperte, ist einer der bis dato größten Kassenhits des Jahres mit einem weltweiten Einspiel von rund 690 Millionen US-Dollar. Christopher Nolans Die Odyssee wird das mühelos übertreffen und Hathaway nicht nur mit hoher Wahrscheinlichkeit den größten Hit ihrer Karriere bescheren, sondern möglicherweise ihre dritte Oscarnominierung und die erste seit ihrem Oscarsieg für Les Misérables vor 13 Jahren. Nächsten Monat wird sie im Sci-Fi-Survival-Film The End of Oak Street des It-Follows-Regisseurs David Robert Mitchell mit ihrer Familie gegen Dinosaurier ums Überleben kämpfen. Der Film hat Potenzial, zu einem der Überraschungserfolge des Sommers zu werden. Schließlich wird Hathaway im Oktober neben Dakota Johnson in der heiß erwarteten Verfilmung von Colleen Hoovers Bestseller Verity zu sehen sein, die das Zeug hat, den Erfolg von The Housemaid – Wenn sie wüsste zu wiederholen.
Zum beruflichen Erfolg der Oscarpreisträgerin kommt auch privates Glück hinzu: Die 43-Jährige ist derzeit mit ihrem dritten Kind schwanger. Eine direkte Auswirkung dieses freudigen Ereignisses ist jedoch, dass ihre lange versprochene Rückkehr zu ihrer allerersten Filmrolle noch länger dauern wird.
Bereits vor zehn Jahren kündigte Originalregisseur Garry Marshall, dass Plötzlich Prinzessin 3 mit Hathaway kommen würde. Im Originalfilm von 2001 spielte Hathaway die US-amerikanische Highschool-Schülerin Mia Thermopolis, die erfährt, dass sie die Thronfolgerin des fiktiven europäischen Königreichs Genovien ist. Eine Fortsetzung folgte drei Jahre später, in der Mia ihren künftigen Ehemann aussuchen muss, bevor sie den Thron von Genovien besteigt. Am Ende des zweiten Teils wurde sie schließlich zur Königin von Genovien gekrönt.
Als Marshall kurz nach der Ankündigung des Sequels starb, wurden die Pläne vorerst auf Eis gelegt. In einer Zeit jedoch, in der nostalgische Legacy Sequels Hochkonjunktur haben und Disney von dem Trend wie kein anderes Studio profitiert (siehe Hocus Pocus 2, Freakier Friday, Verwünscht nochmal, Der Teufel trägt Prada 2…), konnte es natürlich nicht dabei bleiben. Zwei Jahre nach Marshalls Tod bestätigte Hathaway die Pläne für Plötzlich Prinzessin 3 und 2022 wurde Aadrita Mukerji als Drehbuchautorin verpflichtet. Nach zwei Jahren Funkstille wurden vorletztes Jahr Adele Lim (Joy Ride) als Regisseurin und Flora Greeson als neue Autorin bekanntgegeben. Letztes Jahr begann sogar schon die Drehortsuche für das Sequel, doch dann stand es wieder still.
Zum Kinostart von Der Teufel trägt Prada 2 beteuerte Hathaway, dass das Sequel weiterhin in Arbeit sei, Prada 2 jedoch zuvor die Priorität hatte: (aus dem Englischen)
Wir arbeiten ständig daran. Der Teufel trägt Prada 2 kam unerwartet dazwischen und nahm den Platz ein. Es wurde unmöglich, sich auf beide Projekte zu fokussieren. Es ist jedoch die Absicht, Plötzlich Prinzessin 3 als nächstes zu drehen.
Jetzt hat Hathaway jedoch erklärt, dass das Sequel aufgrund ihrer Schwangerschaft länger auf sich warten lassen würde und das Drehbuch komplett überarbeitet werden müsse. Jedoch sieht sie diese Entwicklung auch positiv und spricht von einem richtigen Durchbruch bei der Geschichte der Fortsetzung:
Ich bin gerade damit beschäftigt, mein Baby Nummer drei zu bekommen, und das hat irgendwie die Frage verdrängt, wann genau ich Plötzlich Prinzessin 3 drehen kann. Ich kann sagen, dass wir bei der Geschichte einen Durchbruch hatten. Ich denke, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Das Drehbuch, an dem wir gearbeitet haben – wir mussten mit dieser neuen Ausrichtung quasi von vorne anfangen, was wohl nicht gerade die Neuigkeit ist, die sich irgendjemand wünscht, aber wir sind alle sehr zuversichtlich, dass es genau das Richtige sein wird.
Produzentin Debra Martin Chase drückte im Juni ihre Hoffnung aus, den Film noch dieses Jahr zu drehen, was jedoch jetzt angesichts von Hathaways Schwangerschaft unwahrscheinlich erscheint.
Regisseur Adele Lim, die weiterhin an Bord des Projekts ist, versprach ein Wiedersehen mit weiteren vertrauten Gesichtern aus den Originalfilmen:
Wir wollen einfach nur, dass die Geschichte stimmt, denn es handelt sich um eine Filmreihe, die von so vielen Menschen geliebt wird. Einige der Fans des Originalfilms von 2001 sind mittlerweile Mütter, darunter ich selbst. […] Es gibt so viele Filme, die die Wünsche von Prinzessinnen erfüllen, aber wir haben nicht viele Filme, die die Wünsche von Königinnen erfüllen. Genau das wollen wir hier erreichen: eine Frau in ihrer ganzen Kraft zeigen.
Wenn man ein Fan der ersten beiden Filme war, kann man sich meiner Meinung nach auf viele unterhaltsame Wiedersehen freuen. Wir werden in Europa drehen und dem Publikum Genovien in seiner ganzen Pracht zeigen.
Es liegt eigentlich nahe, dass sich der dritte Film um Mias Tochter drehen wird, oder? Die große Frage ist, ob die 90-jährige Julie Andrews als Mias Großmutter und die ehemalige Königin Clarisse Renaldi zurückkehren wird. Andrews selbst äußerte vor einigen Jahren Zweifel an ihrer Rückkehr. Von Sprechrollen abgesehen, hat Andrews seit 16 Jahren in keinem Film mehr mitgewirkt.
Quellen: Sirius XM’s Radio Andy, PEOPLE, Entertainment Weekly, Variety














