Sarah Paulson hasst "American Horror Story: Roanoke", während Ryan Murphy sie als seine liebste AHS-Staffel bezeichnet

Als Schöpfer von "Nip/Tuck", "Glee", "Pose", "9-1-1" und der "Monster"-Anthologie hat Ryan Murphy einen großen Fußabdruck in der US-amerikanischen Fernsehlandschaft des 21. Jahrhunderts hinterlassen. Sein größter Triumph ist unbestreitbar "American Horror Story", deren 13. Staffel seit September in den USA angelaufen ist. Eine weitere Staffel wurde bereits angekündigt und damit steht AHS kurz davor, den Rekord von "Supernatural" (15 Staffeln) als am längsten laufende Horrorserie aller Zeiten im US-amerikanischen Fernsehen einzustellen. Jedoch ist "American Horror Story" keine Serie mit einer fortlaufenden Handlung, sondern erzählt nach dem Anthologie-Prinzip in jeder Staffel meist eigenständige Geschichten, die unterschiedlichen Horror-Subgenres Tribut zollen, von Slashern über Geisterhäuser und Hexen bis Aliens.

Viele Schauspieler:innen treten in mehreren AHS-Staffeln in unterschiedlichen Rollen auf, manchmal kehren jedoch Charaktere aus vergangenen Staffeln zurück, sodass einige Darsteller:innen gleich mehrere Figuren in derselben Staffel verkörpern. Die aktuelle 13. Staffel ist sogar gewissermaßen ein Best-Of von "American Horror Story", sodass Stammstars wie Evan Peters, Sarah Paulson und Jessica Lange jeweils fünf bis sechs unterschiedliche Charaktere spielen.

Paulson und Peters sind die treuesten "American Horror Story"-Stars und traten bislang in zehn der dreizehn Staffeln auf. Nur in der neunten ("1984"), elften ("NYC") und zwölften ("Delicate") Staffel waren die beiden nicht dabei. Ihre häufigen Auftritte in der Serie bedeuten aber nicht, dass sie alle Staffeln gleichermaßen mögen. Gerade Paulson brachte bereits 2021 ihre starke Abneigung gegenüber der sechsten Season, "Roanoke", zum Ausdruck. Fünf Jahre nach der Ausstrahlung der Staffel erzählte sie, dass sie ihre Beteiligung daran bereue.

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Unmittelbar vor "Roanoke" spielte Paulson in "The People v. O. J. Simpson: American Crime Story" die Staatsanwältin Marcia Clark und gewann für ihre Performance einen Emmy. Nach dieser gefeierten Rolle fand sie "Roanoke" enttäuschend und fühlte sich unterfordert. Sie hatte das Gefühl, durch ihre vertragliche Verpflichtung an "American Horror Story" gefangen zu sein und wünschte sich, sie hätte Ryan Murphy darum gebeten, in dieser Staffel auszusetzen. Nichtsdestotrotz kehrte sie danach für zwei weitere Staffeln zurück, bevor sie ihre erste AHS-Pause einlegte.

Bei der Premiere der 13. "American Horror Story"-Staffel fragte eine Reporterin von Entertainment Tonight Paulson, wer ihre Lieblingscharaktere seien, die sie in "American Horror Story" bislang verkörpert hat. Die Antwort nutzte Paulson zum Anlass, erneut ihre Aversion gegenüber "Roanoke" zu Ausdruck zu bringen: (aus dem Englischen)

Mein absoluter Lieblingscharakter ist Lana Winters [aus "Asylum"], dicht gefolgt von Cordelia [aus "Coven"], gefolgt von Tuberculosis Karen [aus "Double Feature"], gefolgt von Sally [aus "Hotel"], gefolgt von Betty und Dot [aus "Freak Show"], gefolgt von… ich weiß nicht, aber "Roanoke" ist ganz am Ende. Ich weiß, einige Leute ärgern sich deswegen über mich. Es ist mir egal. Ihr könnt mich mal. Ihr könnt mich wirklich mal. Es ist mir scheißegal. Ich mag es nicht. Es ist nicht für mich. Ich mag viel daran, aber das war nichts für mich. Diese Staffel ist mir scheißegal! Sorry!

 

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Ryan Murphy reagierte schnell auf Paulsons Kommentare und brach eine Lanze für "Roanoke". In einem Kommentar zum Video auf Instagram rief er zur "Gerechtigkeit für Roanoke" auf und bezeichnete sie als seine persönliche Lieblingsstaffel. Er lobte Paulsons Performance in "Roanoke", räumte jedoch ein, dass er sich mit ihr über ihre divergierenden Meinungen zur Staffel gestritten habe.

Im Gegensatz zu allen bisherigen AHS-Staffeln war "Roanoke" im Vorfeld in einen Mantel der Geheimhaltung gehüllt. Der offizielle Titel und die Handlung der Staffel wurden bis zur Premiere der ersten Folge unter Verschluss gehalten. In der Staffel spielte Paulson die Schauspielerin Audrey Tindall, die in der ersten Hälfte der Staffel in nachgestellten Szenen der Doku My Roanoke Nightmare Lily Rabes Charakter verkörpert und in der zweiten Hälfte, die im "Found Footage"-Format präsentiert wurde, mit ihren Co-Stars an den Originalschauplatz des grausigen Geschehens, von dem die Doku handelte, zurückkehrt. Ironischerweise trat Paulson am Ende der Staffel auch noch mal in ihrer liebsten Rolle als Lana Winters auf.

Welche "American Horror Story"-Staffel fandet Ihr bislang am schwächsten?

Quelle: Entertainment Tonight

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