Sexuelle Fetische und ihre Folgen: Interview-Special zu Der kleine Tod

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Der kleine Tod Josh Lawson Interview

Sex als Filmthema ist auch im Mainstream schon lange kein Tabu mehr. Dass aber auch erotische Vorlieben jenseits des Blümchensex eine Faszination auf Menschen ausüben, sieht man allein schon an dem Erfolg von Fifty Shades of Grey, sowohl als Roman als auch im Kino, wo die Adaption bereits mehr von mehr als vier Millionen Deutschen gesehen wurde.

Doch während sich Fifty Shades mit der Sadomaso-Thematik noch sehr behutsam auseinandersetzt und letztlich nicht viel mehr ist, als eine Romanze mit nur ein wenig von der "Norm" abweichenden Sexszenen, nahm das australische Multitalent Josh Lawson (am besten bekannt als Darsteller aus "House of Lies") in seiner  mal schrägen, mal gefühlvollen und mal saulustigen Komödie Der kleine Tod das Thema "sexuelle Fetische" frontal in Angriff. Der Film kommt am 9.04.2015 in die deutschen Kinos und wir hatten gemeinsam mit fünf anderen Bloggern die Gelegenheit, mit Josh Lawson über sein Regiedebüt zu sprechen, wobei jeder Teilnehmer an den Filmemacher zwei Fragen stellen konnte. Dabei ist dieses Bloggerspecial entstanden. Unten könnt Ihr herausfinden, wie Josh Lawson die speziellen Fantasien für seinen Film ausgesucht hat sowie seine Einstellung dazu, ob sich diese negativ auf eine Beziehung auswirken:

 

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Filmfutter: Während Deiner Recherchen zum Film sind Dir bestimmt zahllose sexuelle Fetische untergekommen. Wie hast du letztlich die Endauswahl derer getroffen, die Du auch im Film verarbeitet hast?

Josh Lawson: Es gab wirklich unendlich viele Fetische, die ich im Zuge meiner Nachforschungen für den Film gefunden habe. Ich hatte allerdings gewisse Regeln, nach denen ich die Paraphilien ausgesucht habe: Erstens sollten keine davon gesetzeswidrig sein. Ich wollte, dass die Dilemmata moralischen Charakter haben, keinen rechtlichen. Zweitens wollte ich mich auf Fetische beschränken, die eine gewisse Planung voraussetzen. Es gibt natürlich zahlreiche Fetische, die man einfach spontan ausleben kann, aber ich musste auch sehen, wie viel Planung und Manipulation diese Charaktere in die Sache investieren würden, um ihre Vorlieben zu befriedigen.

Filmfutter: Für manche Paare haben die Fetische im Film negative Konsequenzen. Liegt das, Deiner Meinung nach, an der Inkompatibilität der Partner aufgrund des Fetischs selbst oder an der mangelnden Kommunikation diesbezüglich?

Josh Lawson: Eine großartige Frage! Ich glaube wirklich nicht, dass die Fetische selbst den Grund für die erlebten Folgen darstellen, seien diese Folgen gut oder schlecht. Ich wollte kein Urteil über die Vorlieben fällen, als ich sie geschrieben habe oder als ich Regie geführt habe. Wer bin ich, um zu behaupten, was mehr oder weniger normal sei? Die Probleme beginnen für die Charaktere nicht, weil sie diese Vorlieben haben, sondern weil sie anfangen, ihre Partner darüber zu belügen. Die Figuren, die ein Happy End bekommen, sind diejenigen, die ehrlich zueinander sind. Diejenigen, die sich ihren Partnern gegenüber nicht öffnen können und die sich zu sehr für ihre Wünsche schämen, deren Beziehungen werden vermutlich nicht lange halten. Ich hoffe, dass die Botschaft, die die Zuschauer aus dem Film mitnehmen können, ist, dass Ehrlichkeit und Kommunikation der beste Weg sind, um die Liebe zu schützen, auch wenn sie manchmal Angst machen.

Was der Regisseur unseren Kollegen über seine Arbeit an dem Film verraten hat, könnt Ihr unter den folgenden Links finden, wo Euch auch Rezensionen und Gewinnspiele zum Film erwarten:

WeWantMedia
Kino7
FilmtoGo
Filmspleen
Myofb

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Filminhalt:

"Die französische Redewendung la petite mort (dt. 'der kleine Tod') steht für 'Orgasmus', den zu erlangen das erklärte Ziel der fünf Mittdreißiger-Pärchen ist, die in einer mittelmäßigen Vorstadt ihren Mittelklasse-Traum leben. Doch diese scheinbar sehr gewöhnlichen Paare haben sehr ungewöhnliche Fantasien, deren Verwirklichung sie so sehr beschäftigt, dass sie gar nicht den bedrohlichen Neuzugang in ihrer Nachbarschaft bemerken…"

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