Keine 4. Staffel: "Tell Me Lies" endet mit Staffel 3

Artikel enthält Spoiler zum Finale der 3. "Tell Me Lies"-Staffel!

"Tell me lies, tell me sweet little lies", sang Christine McVie von Fleetwood Mac. Doch jetzt ist Schluss mit den Lügen. Im dritten Staffelfinale – und wie sich kurzfristig herausgestellt hat auch Serienfinale – von Hulus "Tell Me Lies" legten die Hauptcharaktere alle Karten auf den Tisch. Nach Jahren von Intrigen, Manipulationen und Gaslighting lüftete Stephen (Jackson White) vor der versammelten Hochzeitsgesellschaft die letzten Geheimnisse, sprengt endgültig Lucys (Grace Van Patten) Freundeskreis und zieht die junge Frau augenscheinlich ein letztes Mal in seinen toxischen Bann. Wer Carola Loverings Romanvorlage gelesen hat und glaubt, das Ende der Geschichte zu kennen, wird möglicherweise überrascht sein, doch das neue Ende der Showrunnerin Meaghan Oppenheimer ist nicht nur sehr konsequent, sondern auf seine Weise mindestens genauso befreiend.

Dieses Finale hatte Oppenheimer von Anfang an im Sinn und wusste auch, dass sie drei Staffeln brauchen würde, um dorthin zu gelangen. Obwohl das Zuschauerinteresse an "Tell Me Lies" von Staffel zu Staffel gestiegen ist und die erste Folge der dritten Staffel in den ersten sieben Tagen nach ihrer Veröffentlichung fünf Millionen Mal weltweit aufgerufen wurde – ein Zuwachs von 150 % gegenüber der allerersten Serienfolge – stand für Oppenheimer der Entschluss fest, die Serie mit ihrer dritten Staffel abzuschließen. Allerdings wurde das Serienende nicht im Vorfeld bekanntgegeben, sondern erst unmittelbar vor der Veröffentlichung der letzten Folge von Oppenheimer bestätigt.

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Nicht alle Fans werden mit dem Ende zufrieden sein, insbesondere diejenigen nicht, die immer noch nicht eingesehen haben, dass die Serie von emotionalem Missbrauch und seinen Auswirkungen nicht nur auf das Opfer, sondern auch auf dessen gesamtes Umfeld handelt, und sich ein Happy End für Lucy und Stephen herbeiwünschten. Akzeptiert man jedoch, dass "Tell Me Lies" keine Liebesgeschichte ist, sondern eine realistische Abrechnung mit destruktiven Beziehungen, die in Filmreihen wie Fifty Shades of Grey oder After romantisiert wurden, kann man sich kaum ein besseres Ende wünschen.

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Quelle: Deadline

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