Blood & Sinners, F1, In die Sonne schauen und 13 weitere Filme in der Vorauswahl für den Kamera-Oscar 2026

Wenn morgen die Nominierungen für die 98. Academy Awards bekanntgegeben werden, wird es sicherlich die eine oder andere Überraschung geben. In vielen Kategorien stehen die Favoriten jedoch bereits lange fest. So werden bei Warner Bros. mit Sicherheit die Sektkorken knallen, wenn sowohl Blood & Sinners als auch One Battle After Another mit hoher Wahrscheinlichkeit jeweils Nominierungen in zweistelliger Höhe einfahren werden, wobei Ryan Cooglers Vampirepos sogar eine reelle Chance hat, einen neuen Nominierungsrekord mit 15 oder mehr Nennungen aufzustellen.

In 12 der insgesamt 24 Kategorien grenzte die Academy die potenziellen Oscaranwärter bereits im Vorfeld ein, indem sogenannte Shortlists veröffentlicht wurden. Diese stellen eine Vorauswahl in den jeweiligen Kategorien dar. Erstmals seit 1979 wurde eine solche Vorauswahl auch in der Kategorie "Beste Kamera" bekanntgegeben, wobei die Besonderheit daran ist, dass es darin keine festgelegte Anzahl von potenziellen Kandidaten gibt und jedes Jahr zwischen 10 und 20 Filme umfasst. Diesmal schafften es insgesamt 16 Filme in die Vorauswahl, darunter auch Deutschlands Oscarhoffnung In die Sonne schauen, die auch auf der Shortlist für den Auslands-Oscar zu finden ist. Eine Nominierung in der Kamera-Kategorie wird für das sperrige Drama jedoch vermutlich nicht herausspringen.

Drei der Kameraleute in der Vorauswahl sind Frauen. Das ist insofern erwähnenswert, als dass es keine andere Oscarkategorie gibt, in der das Geschlechterverhältnis unausgeglichener ist als in "Beste Kamera". In der 97-jährigen Oscargeschichte wurden lediglich drei Kamerafrauen für einen Oscar nominiert, alle von ihnen in den letzten zehn Jahren: Rachel Morrison für Mudbound, Ari Wegner für The Power of the Dog und Mandy Walker für Elvis. Dieses Jahr wird mit Autumn Durald Arkapaw, deren eindrucksvolle Bilder Blood & Sinners zu einem der schönsten Filme des letzten Jahres machten, nicht nur mindestens eine weitere Frau hinzukommen, sie gilt auch als eindeutige Favoritin für den Sieg in ihrer Kategorie. Ihre Mitstreiterinnen Amy Vincent (Song Sung Blue) und Alice Brooks (Wicked: Teil 2), die bereits für den Vorgängerfilm keine Nominierung erhielt, haben hingegen kaum eine Chance.

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So gut wie sicher sind morgen Nennungen für Michael Baumann (One Battle After Another), Adolpho Veloso (Train Dreams) und Dan Laustsen (Frankenstein). Um den letzten Platz werden vermutlich Łukasz Żal (Hamnet), Darius Khondji (Marty Supreme) und Robbie Ryan (Bugonia) kämpfen.

Hier sind die 16 Kameramänner und -frauen, die bis morgen noch auf eine Oscarnominierung hoffen dürfen:

James Friend (Ballad of a Small Player)
Robbie Ryan (Bugonia)
Seamus McGarvey (Die My Love)
Claudio Miranda (F1)
Dan Laustsen (Frankenstein)
Łukasz Żal (Hamnet)
Darius Khondji (Marty Supreme)
David Chambille (Nouvelle Vague)
Michael Bauman (One Battle After Another)
Kasper Tuxen (Sentimental Value)
Autumn Durald Arkapaw (Blood & Sinners)
Mauro Herce (Sirāt)
Amy Vincent (Song Sung Blue)
Fabian Gamper (In die Sonne schauen)
Adolpho Veloso (Train Dreams)
Alice Brooks (Wicked: Teil 2)
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Welche dieser Filme habt Ihr gesehen und welchen davon würdet Ihr den Kamera-Oscar am ehesten gönnen?

Quelle: Academy of Motion Picture Arts and Sciences

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