Hollywood-Legende Robert Duvall ist tot

Robert Duvall, einer der letzten Stars aus Hollywoods Goldener Ära, dessen Schauspielkarriere 70 Jahre umspannte, starb gestern bei sich zu Hause in Middleburg, Virginia, im Alter von 95. Duvalls 41 Jahre jüngere Ehefrau Luciana Pedraza, die 2002 in Duvalls Regiearbeit Killing Moves (OT: Assassination Tango) an seiner Seite mitgespielt hat, gab seinen Tod über Facebook bekannt.

Nach zehn Jahren auf Theaterbühnen feierte Duvall 1962 sein Filmdebüt als Boo Radley im Filmklassiker Wer die Nachtigall stört (OT: To Kill a Mockingbird). Rollen neben Steve McQueen in Bullitt und neben John Wayne in Der Marshal (OT: True Grit) folgten noch im selben Jahrzehnt, ebenso wie Liebe niemals einen Fremden (OT: The Rain People), Duvalls erste Zusammenarbeit mit Regielegende Francis Ford Coppola, der ihn später in einigen der erfolgreichsten Filme seiner Karriere besetzte.

Nach Rollen in Robert Altmans Kriegskomödie MASH und George Lucas' Sci-Fi-Film THX 1138, in dem Duvall eine der ersten Hauptrollen seiner Karriere spielte, kam 1972 der große Durchbruch mit Coppolas oscarprämiertem Meisterwerk Der Pate (OT: The Godfather), in dem Duvall Tom Hagen, den Consigliere der Corleone-Familie, verkörperte. Die Rolle brachte Duvall die erste von insgesamt sieben Oscarnominierungen ein. Vier Jahre später kehrte er als Tom Hagen in Der Pate II (OT: The Godfather Part II) zurück und absolvierte im selben Jahr einen Gastauftritt in Coppolas Der Dialog (OT: The Conversation).

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Duvall setzte seinen schauspielerischen Höhenflug in den Siebzigern mit einer Nebenrolle in Sidney Lumets Mediensatire Network fort. Für seinen denkwürdigen Auftritt in Coppolas Apocalypse Now als Lieutenant Colonel Bill Kilgore, vom dem das ikonische "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen"-Zitat stammt, erhielt Duvall seine zweite Oscarnominierung. Es blieb Duvalls letzter Film unter Coppolas Regie. Seine geplante Rückkehr als Tom Hagen in Der Pate III platzte aufgrund von Gehaltsstreitigkeiten.

Seine dritte Oscarnominierung erhielt Duvall 1981 für seine Rolle im Drama Der große Santini (OT: The Great Santini). Schließlich gewann er 1984 einen Oscar für seine Performance als alkoholkranker ehemaliger Country-Sänger in Comeback der Liebe (OT: Tender Mercies). Weitere Oscarnominierungen erhielt Duvall für seine Auftritte in Apostel! (OT: The Apostle), Zivilprozess (OT: A Civil Action) und Der Richter – Recht oder Ehre (OT: The Judge).

In den 1990ern, 2000ern und 2010ern trat Duvall u. a. in Kinohits wie Phenomenon – Das Unmögliche wird wahr, Tage des Donners (OT: Days of Thunder), Falling Down, Deep Impact, Nur noch 60 Sekunden (OT: Gone in 60 Seconds), John Q, Open Range – Weites Land, Thank You for Smoking, Crazy Heart, Jack Reacher und Widows – Tödliche Witwen auf.

Neben seinem Oscar gewann Duvall auch vier Golden Globes: für seine Rollen in Apocalypse Now und Comeback der Liebe, der Miniserie "Weg in die Wildnis" (OT: "Lonesome Dove") und als Titelcharakter im Fernsehfilm Stalin. Für die Western-Miniserie "Broken Trail" erhielt er Emmys als Hauptdarsteller und als Produzent für die beste Miniserie.

Seine letzte Rolle spielte Duvall vor vier Jahren im düsteren historischen Mysteryfilm Der denkwürdige Fall des Mr. Poe (OT: The Pale Blue Eye).

Quelle: Robert Duvall Facebook

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