US-Verband der Kameraleute gibt die Nominierungen für die beste Kameraarbeit 2025 bekannt

Die American Society of Cinematographers (ASC) gab zum 40. Mal ihre Nominierungen für die beste Kameraarbeit des vergangenen Jahres bekannt. Bei der ASC handelt es sich im Gegensatz zu den meisten anderen Industrieverbänden und -gewerkschaften, die ihre eigenen Preise in ihren spezifischen Branchen verleihen, nicht um eine Gewerkschaft oder einen Berufsverband, sondern um eine kulturelle Vereinigung der Kameraleute, die bereits 1919 gegründet wurde. Heute zählt die ASC rund 440 Mitglieder (davon weniger als 5% Frauen). Um Mitglied der ASC zu werden, muss man mindestens fünf der letzten acht Jahre als Kameramann bzw. -frau gearbeitet haben, ein gewisses Ansehen im Berufsfeld genießen und von drei aktiven oder ehemaligen Mitgliedern der ASC empfohlen werden.

Bei den diesjährigen Nominierungen gab es keine Überraschungen. Autumn Durald Arkapaw erhielt als fünfte Frau in der Geschichte der ASC Awards eine Nominierung für Blood & Sinners und könnte zur zweiten Siegerin der Kategorie nach Mandy Walker für Elvis werden. Bei den Oscars gilt Arkapaw als Favoritin, doch die ASC ist bekannt dafür, häufig einen anderen Weg zu gehen. Einen Sieg traue ich Adolpho Veloso für Train Dreams zu. So sehen die Nominierungen dieses Jahr aus:

Autumn Durald Arkapaw (Blood & Sinners)
Michael Bauman (One Battle After Another)
Darius Khondji (Marty Supreme)
Dan Laustsen (Frankenstein)
Adolpho Veloso (Train Dreams)

Für Veloso, Arkapaw und Michael Bauman (One Battle After Another) ist es jeweils die erste ASC-Nominierung, für Dan Laustsen die dritte und für Darius Khondji sogar die vierte. Gewonnen hat noch keiner von ihnen. Alle fünf Filme sind auch in der Vorauswahl für die entsprechende Oscarkategorie. Die Oscarnominierungen für "Beste Kamera" könnten dieses Jahr identisch mit den ASC-Nominierungen aussehen, häufig stimmen jedoch nur vier der Oscarkandidaten mit den ASC überein. Wenn es jemand ohne vorige ASC-Nominierung zu den Oscars schaffen sollte, dann wäre es am wahrscheinlichsten Łukasz Żal mit Hamnet, der bereits für Ida und Cold War von der Academy nominiert wurde.

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Auch ein deutscher Kameramann wurde dieses Jahr von der ASC nominiert. In der Spotlight-Kategorie nominiert, die 2014 ins Leben gerufen wurde, um kleinere Filme, die hauptsächlich auf Festivals oder nur in wenigen Arthouse-Kinos liefen, anzuerkennen, wurde Karl-Walter Lindenlaub für seine Bilder in Fatih Akins Amrum mit einer Nominierung geehrt. So sehen die Nominierungen in der Kategorie aus:

Steven Breckon (The Plague)
Mátyás Erdély (Orphan)
Karl-Walter Lindenlaub (Amrum)

Wer gewonnen hat, werden wir erst am 8. März erfahren, wenn die ASC ihre Preise bei einer offiziellen Zeremonie verleihen wird. Die Oscarnominierungen werden in allen Kategorien heute noch bekanntgegeben.

Quelle: American Society of Cinematographers

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