Basierend auf J.G. Ballards Kultroman beschwört der britische Regie-Aufsteiger Ben Wheatley („Kill List“, „Sightseers“) in seiner äußerst zynischen wie bissigen Leinwand-Dystopie „High-Rise“ den Zerfall unserer Gesellschaft. Als Sinnbild steht ein ultrastylisches Hochhaus, das die verschiedenen Klassen in sich vereint – wer unten lebt, gehört zu den sozialen Verlierern, während sich der wohlhabende Architekt (Jeremy Irons) im obersten Stock von dem Pöbel isoliert. Dazwischen bezieht der Arzt Dr. Lang (Tom Hiddleston) eine neue Wohnung und gerät schließlich mitten in das Chaos, das nicht bloß die Werte der Bewohner, sondern sogar das Anwesen selbst zum Bröckeln bringen soll.

Ursprünglich als Material für Nicolas Roeg („Wenn die Gondeln Trauer tragen“, „Der Mann der vom Himmel fiel“) gedacht, legt Wheatley ein interessantes, wenn auch durchaus sperriges Werk vor, dem in unserer Langkritik bereits eine „faszinierende Sogwirkung“ zugeschrieben worden ist. Im Gegensatz zu David Cronenbergs Totalausfall „Cosmopolis“ wird hier die metaphorische Beschreibung eines Zerfallprozesses in entsprechend wilde Bilder verpackt, die einen anfangs betören und zum Ende anwidern, aber bestimmt nicht kalt lassen.

Nach seiner Auswertung bei den diesjährigen Fantasy Filmfest Nights und dem regulären Kinostart, ist „High-Rise“ ab dem 18. November auch im Heimkino erhältlich.

Neben dem Film in deutscher und englischer Ausführung liegen der DVD und Blu-ray folgende Extras vor:

• Featurette: „Vom Roman zum Film“
• Interviews mit Cast und Crew

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Trailer

(Bildmaterial © DCM)