Rush – Alles für den Sieg feiert große Deutschlandpremiere in Köln!

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Rush Deutschlandpremiere

Einer der Vorteile, wenn ein Film von der Film- und Medienstiftung NRW mitfinanziert wurde, ist, dass er dann mit großer Wahrscheinlichkeit auch in NRW Premiere feiert. So kam es auch zum großen Staraufgebot auf dem roten Teppich vor dem Kölner Cinedom am Samstagabend, als Ron Howards Rush – Alles für den Sieg Deutschlandpremiere feierte. Selten kommen so viele Stars, darunter auch ein Oscarpreisträger, zu einer Filmpremiere nach Köln, die Stadt, die in puncto Premieren in Deutschland häufig nach Berlin, München und Hamburg vierte Geige spielt. Umso begeisterter sind dann natürlich die lokalen Journalisten, zu denen ich dazugehöre. Zugegeben, nach mehr als zwei Stunden an Interviews mit dem Rush-Team war der Tag durchaus anstrengend, doch wie es so häufig ist, ließ ich mich schnell von der guten Stimmung bei der Premiere mitreißen. Geholfen hat auch das wunderschöne, fast noch sommerliche Frühherbstwetter, welches einen angenehmen Aufenthalt draußen am roten Teppich ermöglichte. Auch die Stars, dessen Tag mit Sicherheit noch deutlich anstrengender verlief (und man muss bedenken, die meisten waren vor zwei Tagen noch in Australien zur dortigen Premiere!), ließen sich die Erschöpfung kaum anmerken und standen den Journalisten am roten Teppich für kurze Statements Frage und Antwort.

Rush Deutschlandpremiere

Neben Ron Howard, Peter Morgan, Niki Lauda, Daniel Brühl und Chris Hemsworth, kam auch die stets bezaubernde Alexandra Maria Lara zur Premiere, die im Film Marlene spielt, Niki Laudas erste Ehefrau. Die Rush Deutschlandpremiere Alexxandra Maria Larahochschwangere Schauspielerin hat verständlicherweise auf den Interview-Marathon vom Nachmittag verzichtet, strahlte jedoch bei der Premiere wie eh und je. Nachdem die Stars für die Fotografen für unzählige Fotos posiert haben, ging es dann auch direkt weiter zu den Journalisten. Auch wenn diverse Fragen an dem Tag bestimmt schon mehr als ein Dutzend Male gestellt wurden, zeigten sich bei den Stars kaum Ermüdungserscheinungen und die meisten Fragen wurden so beantwortet als hätten sie sie zum ersten Mal gehört. Später werden wir noch unsere Interviews mit Howard, Morgan, Hemsworth, Brühl und Lauda veröffentlichen, doch zuvor unsere Ansammlung an kurzen O-Tönen der Stars (darunter als kleiner Bonus auch Alexandra Maria Lara, die wir zuvor am Tag nicht interviewen konnten)

  • Alexandra Maria Lara

…auf die Frage, ob sie bei der Vorbereitung für die Rolle, die echte Marlene getroffen hat

"Ich habe sie leider nicht getroffen, obwohl wir es zweimal versucht haben. Dafür habe ich Niki Lauda kennengelernt. Wir hatten auch eine tolle Probenwoche mit Daniel Brühl und Ron Howard in London. Dann hatte ich schon ein sehr gutes Gefühl und der Rest ist am Drehort passiert."

…auf die Frage, ob Männer, die ständig dem Tod ins Auge sehen (wie die Rennfahrer in dem Film) auf Frauen eine gewisse Attraktivität ausüben

"Unser Film spielt in den Siebzigern und damals waren die Rennfahrer noch so etwas wie Rockstars. Heutzutage ist alles sicherer. Ich glaube auf jeden Fall, dass es Frauen gibt,, die dem Charme solcher Männer erliegen, aber ich denke das gilt nicht für alle."

  • Ron Howard

…auf die Frage, welche Rolle Computereffekte bei den Rennsezen gespielt haben:

"Es gab viel mehr "praktische" (handgemachte) Effekte; als ich je erwartet hätte, aber visuelle Computereffekte spielten trotzdem bei vielen Aufnahmen eine Rolle, zum Beispiel um eine Menschenmenge größer aussehen zu lassen, um die Rennstrecke authentisch aussehen zu lassen, um einige Autos hinzuzufügen oder auch wenn wir es uns nicht leisten konnten, ein echtes Auto auf eine gewisse Art und Weise zu zerstören, weil es für den Fahrer zu gefährlich geworden wäre. In diesen Fällen haben wir die Computereffekte unterstütztend angewant. Aber 90% von dem, was man sieht, ist echt. Das ist viel mehr als ich erwartet hätte. Als wir aber die tollen Autos hatten und ich erfuhr, wozu das Präzisions-Fahrteam mit diesen Autos fähig war, haben wir das möglichst ausgenutzt und möglichst viel ohne Computer analog gefilmt."

…auf die Frage, ob er nach Das Comeback (OT: Cinderella Man) und Rush – Alles für den Sieg einen weiteren Sportfilm gerne machen würde

"Ich liebe Sportarten, aber bei Filmen interessiert mich das Drama und die menschlichen Elemente. Für mich ist die Sportart egal, was mich interessiert, ist die Einzigartigkeit der Charaktere.  Wenn ich denke, dass ich einen Film machen kann, der sich frisch anfühlt, die Zuschauer überrascht und nicht bloß ein formelhafter Sportfilm ist, dann bin ich interessiert."

  • Peter Morgan

…auf die Frage, was der interessanteste Aspekt in der Beziehung zwischen Niki Lauda und James Hunt ist

"Dass Rivalität auch eine Art der Freundschaft sein kann. Man ist in der Regel nur ein Rivale von jemandem, den man auch respektiert. Die Rivalität ist eine Art "umgekehrte Freundschaft"."

…auf die Frage, ob er nach The Damned United und Rush – Alles für den Sieg, sich bad wieder einer Sportgeschichte annimmt

"Ich schreibe momentan einen Boxfilm für Ang Lee (wir haben berichtet). Der Film wird in 3D sein und wird von Ubiversal produziert."

  • Niki Lauda

…auf die Frage, woher er nach dem Unfall am Nürburgring die Kraft nahm, um weiterzumachen:

"Die Kraft habe ich zum Glück gehabt, sonst wäre ich daran zerbrochen. Ich habe mir mir die Kraft selbst gesucht und ich habe zu mir gesagt, dass ich diese Angst überwinden muss. Ich habe das ganz gut hinbekommen."

….auf die Frage, wie die Rivalität zwischen ihm und James Hunt war.

"Sie war hart, weil er Höchstleistung gefahren ist und wirklich gut war. Deswegen war es nach dem Unfall damals so schwierig, gegen ihn zu kämpfen."

…auf die Frage, wie es ist, die eigene Lebensgeschichte verfilmt zu sehen

"Man wundert sich, dass es so toll verfilmt wurde und es allen so gut gefällt."

  • Chris Hemsworth

…auf die Frage, ob er selbst den Wettbewerb mag

"Ja, gesunden Wettbewerb – also alles, was einen dazu zwingt, noch härter zu arbeiten und deine Fähigkeiten testet, ist großer Plus."

…auf die Frage, wie er sich auf die Rolle als James Hunt vorbereitet hat

"Ich habe viele Bücher über James gelesen, redete mit Leuten, die ihn kannten und habe mir viele Interviews mit ihm online angeschaut. Ich bin in diese Welt eingetaucht, aber letzten Endes musste ich meine eigene Interpretation des Charakters liefern."

…auf die Frage, wie häufig erden Film schon gesehen hat

"Zweimal – einmal in Toronto und einmal in London."

…auf die Frage, obe r selbst auch ein Playboy wie James Hunt ist

"Nein, gar nicht, Ich bin verheiratet und habe ein Kind, mein Lebensstil ist ganz anders. Aber es war ein Heidenspaß, zurück in die Siebziger zu "reisen" und diese Welt zu erleben, insbesondere Formel 1. Das war für mich ganz neu. Im Kopf von James Hunt zu sein und seine Sichtweise vom Leben nachzuempfinden, war sehr faszinierend."

  • Daniel Brühl

…auf die Frage, was er an Niki Lauda am meisten mochte.

"Seine Direktheit und Ehrlichkeit. Er ist hundertprozentig ehrlich und kompromisslos und das finde ich gut. Davon kann man sich ein Scheibchen abschneiden."

…auf die Frage, wie man sich emotional auf die Szene mit dem Crash vorbereitet.

"Das ist ein längerer Weg. Ich habe viel mit Niki darüber geredet und es hat viel gebracht zu verstehen, wie er tickt. Dann habe ich viel Zeit in Wien verbracht, um so zu sprechen wie er. Ich habe diverse Kurse im Formel-3-Wagen absolviert. Das ging über einige Monate und dann fühlt man sich sicherer und versteht die Figur besser."

Rush Deutschlandpremiere

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Nach der mit viel Jubel aufgenommenen Premiere (alles andere hat der Film auch nicht verdient!), standen die Stars bei einer Q&A-Session, die von dem Formel-1-Moderator Florian König geleitet wurde, dem Publikum Frage und Antwort,

Wir haben hier noch einige zusätzliche Infos zu dem Film, falls ich Euch noch nicht überzeugen konnte, den Film im Kino zu sehen (allein aufgrund der spektakulären Kameraarbeit sollte der Film auf der großen Leinwand gesehen werden!).

Kurzinhalt:

"Zwei Leben auf der Überholspur: Anfang der 70er Jahre kämpfen die höchst unterschiedlichen Rivalen Niki Lauda (DANIEL BRÜHL) und James Hunt (CHRIS HEMSWORTH) um den Aufstieg in den Rennfahrer-Olymp. Während der disziplinierte Lauda ehrgeizig an seiner Karriere feilt, stürzt sich Naturtalent Hunt ins glamouröse Jetset-Leben. Ihre Rivalitäten tragen sie nicht nur in spektakulären Rennen aus, sondern auch in heftigen Wortgefechten jenseits der Rennbahn. Immer wieder heißt es: Hunt gegen Lauda — der Rockstar und Playboy der Formel 1, verheiratet mit dem erfolgreichsten Model seiner Generation, Suzy Miller (OLIVIA WILDE), gegen den messerscharfen Strategen und Perfektionisten. Bis zum legendären Rennen 1976 am Nürburgring, der gefährlichsten aller Rennstrecken, steht Lauda auf dem ersten Tabellenplatz. Doch auf regennasser Fahrbahn baut er einen dramatischen Crash, seine Frau Marlene (ALEXANDRA MARIA LARA) bangt um sein Leben. Mit schier übermenschlichem Willen kämpft er sich zurück und tritt nur wenige Wochen später zu einem erneuten Showdown mit Hunt in Japan an. Wieder regnet es stark, das Rennen soll abgebrochen werden, doch beide Rivalen liefern sich ein atemberaubendes Duell…"