World War Z 2 Kinostart Deutschland

Quelle: Paramount Pictures

Wenn man an die bekanntesten und beliebtesten Filme mit Brad Pitt denkt, fallen den meisten vermutlich zunächst Sieben, Fight Club und Inglourious Basterds ein, vermutlich gefolgt von Mr. & Mrs. Smith, Troja oder auch der Ocean’s-Trilogie. Doch es ist ein anderer, der zum kommerziell größten Hit in Pitts Karriere wurde – World War Z. Als einziger Film in seiner mittlerweile über 20 Jahre währenden Laufbahn im Kino spielte die blutleere, aber trotzdem durchaus spannende Zombie-Apokalypse weltweit mehr als eine halbe Milliarde Dollar ein. Dabei sprach im Vorfeld so einiges gegen den Film und genau so gut hätte die $190-Mio-Produktion zu einem Riesenflop werden können. Die massiven Nachdrehs, bei denen der gesamte dritte Akt komplett neu gedreht wurde (was auch der Grund ist, wieso in der jetzigen Fassung "Lost"-Star Matthew Fox nur einen sekundenlangen Auftritt im Film hat), Drama mit dem Regisseur Marc Forster am Set, der sich als nicht besonders geeignet erwiesen hat, um große Actionszenen zu drehen, und die Tatsache, dass hier fast $200 Mio in einen Zombiefilm gepumpt wurden – ein Genre, das normalerweise nur ein Nischenpublikum anspricht – haben Paramount vor dem Kinostart sicherlich zittern lassen.

Doch hier fügte sich alles perfekt. Die Popularität von "The Walking Dead", die Zombies beliebter denn je gemacht hat, Brad Pitts Starpower, effektives Marketing und positive Reaktionen der Kritiker haben World War Z zu einem weltweiten Erfolg gemacht, auf einem Niveau, das für Filme, die keine Prequels, Sequels oder Remakes sind, heutzutage sehr beachtlich ist. Auch das PG-13-Sitgma, das dazu führte, dass im Film zwar massenhaft Menschen von Zombies getötet werden, es aber kaum Blut zu sehen gibt, tat dem Erfolg keinen Abbruch, denn letztlich war World War Z viel eher ein Katastrophenfilm, denn ein Horrorstreifen. Auch mit seiner titelgebenden Vorlage von Max Brooks, in der in dokumentarischer Form rückblickend der Kampf gegen die Untoten geschildert wird, hat der Film eigentlich so gut wie gar nichts gemeinsam.

So ein Erfolg bleibt nie alleine für sich stehen. Noch vor dem Start des ersten Films begann Paramount mit der Arbeit an einer Fortsetzung und nach dem Erfolg des Originals erhielt diese recht schnell grünes Licht. Klar war, dass Regisseur Marc Forster nicht mehr zurückkehren würde. Auch Drehbuchautor Drew Goddard nahm den Hut. Die Suche nach Ersatz und Brad Pitts voller Terminkalender haben das Sequel verzögert und erst 2017 wird das Endzeitszenario weitergehen. Die neuen Namen hinter dem Projekt können sich wirklich sehen lassen. Für das Drehbuch wurde Steven Knight verpflichtet, der Autor von Tödliche Versprechen – Eastern Promises und Madame Mallory und der Duft von Curry, der mit dem Jason-Statham-Film Redemption sein Regiedebüt feierte. In dem Regiestuhl von World War Z 2 nimmt der Spanier Juan Antonio Baynona Platz, der mit seinem beeindruckenden Debütfilm Das Waisenhaus im Genrekino auf sich aufmerksam gemacht hat und mit dem Tsunami-Drama The Impossible einen starken Nachfolger inszenierte. Kürzlich arbeitete Bayona auch als Regisseur bei einigen Folgen der Gruselserie "Penny Dreadful".

Jetzt. da alles hinter den Kulissen steht, kann die Arbeit am Sequel bald schon beginnen. Paramount hat deshalb auch schon den deutschen Startermin von World War Z 2 festgelegt – am 8.06.2017 geht der Krieg gegen die Zombies in die zweite Runde. Ob neben Brad Pitt noch andere Darsteller aus dem Original wieder dabei sein werden (wie seine Film-Ehefrau Mireille Enos) und worum es in Teil 2 überhaupt gehen wird, ist noch unbekannt. Ich bin auf jeden Fall aufgrund des Regisseurs und des Drehbuchautors recht zuversichtlich, auch mich die wahrscheinliche Blutleere des Films vermutlich wieder ein wenig stören wird.

Wie sieht es mit Euch aus – habt Ihr Interesse an World War Z 2?