Woody Allen Irrational Man

Quelle: Sony Pictures Classics

Kürzlich haben wir noch berichtet, dass Woody Allen demnächst seinen Einstand als Serienmacher für Amazon Studios geben wird, doch bevor es soweit ist, erwartet uns noch ein weiterer Kinofilm vom Meister der filmischen Neurosen. Dieser wurde bereits vergangenen Sommer in Newport, Rhode Island gedreht und war die zweite Zusammenarbeit von Allen mit Emma Stone, die bereits in seinem letzten Film, Magic in the Moonlight, mitgespielt hat. Hat Allen vielleicht eine neue Muse gefunden, nachdem er scheinbar keine Filme mehr mit Scarlett Johansson macht? Die männliche Hauptrolle in dem Film spielt Joaquin Phoenix (Inherent Vice), der damit, wie viele vor ihm, einen Ounkt von seiner Karriere-To-Do-Liste abhaken kann – einen Film unter Woody Allens Regie zu drehen. Ebenfalls dabei sind Parker Posey (Grace of Monaco) und Jamie Blackley (Wenn ich bleibe).

Der fertige Film hat jetzt einen Titel bekommen und heißt fortan Irrational Man – mit Sicherheit eine Anspielung auf das Buch "Irrational Man: A Study in Existential Philosophy" des Philosophen William Barret. Wie schon bei den letzten sechs Filmen von Allen hat auch hier Sony Pictures Classics die Vertriebsrechte für den Streifen erworben und wird ihn am 24.07. in die US-Kinos bringen – es ist der nahezu identische Starttermin zu Allens letzten beiden Filmen, Blue Jasmine und Magic in the Moonlight. Der deutsche Release könnte allerdings deutlich später erfolgen. So startete Blue Jasmine in Deutschland erst im November und Magic in the Moonlight gar im Dezember.

Offiziell gibt es noch keine Plot-Details zu Irrational Man, doch eine kurze Inhaltsbeschreibung hat dennoch ihren Weg ins Internet gefunden. Joaquin Phoenix spielt in dem Film einen Philosophie-Professor am Uni-Campus einer Kleinstadt, der in eine Existenzkrise gerät. Neuen Sinn im Leben findet er, wenn er eine Beziehung mit einer seiner Studentinnen (Emma Stone) eingeht. Ob das gut geht? Wer Woody Allens Filme kennt, weiß die Antwort darauf. Überhaupt liest sich der Film bereits in dieser kurzen Inhaltsangabe wie der essentielle Allen-Streifen, was aber nicht schlecht sein muss, denn er macht schließlich fast seine gesamte Karriere lang den gleichen Film – mal besser und mal schlecher. Hoffen wir einfach mal, dass Irrational Man eher ist wie Blue Jasmine, Midnight in Paris oder Vicky Cristina Barcelona und weniger wie To Rome with Love oder Magic in the Moonlight.