Quelle: Collider

Der nächste X-Men-Film steht bereits vor der Tür und wie der letzte Trailer zur Freude aller Fans in seiner finalen Szene angeteasert hat, wird Hugh Jackmans Wolverine darin wieder seine Adamantium-Krallen ausfahren. Jedoch sollte man sich nicht zu früh freuen. Mehr als ein kurzer Auftritt ist wohl nicht drin, denn Regisseur Bryan Singer hat bereits mehrfach beteuert, dass es einfach keinen Platz für eine vollwertige Wolverine-Rolle in der Geschichte des Films gab.

Wer also den beliebtesten Mutanten des X-Men-Universums (oder ist es mittlerweile Deadpool?) wieder in einer Hauptrolle sehen möchte, muss sich noch etwa zehn Monate gedulden. Am 2.03.2017 startet bei uns Wolverine 3, in dem Hugh Jackman laut eigener, mehrfach wiederholter Aussage (siehe auch das von ihm veröffentlichte Bild über dem Artikel) zum allerletzten Mal die Rolle verkörpern wird. Eine Ära wird damit für Fans von Superheldenfilmen enden, denn kaum ein Charakter wird mittlerweile so sehr mit seinem Schauspieler in Verbindung gebracht wie Wolverine mit Hugh Jackman. Bis 2017 wird er ihn (einschließlich der Auftritte in X-Men: Erste Entscheidung und X-Men: Apocalypse) neunmal gespielt haben und das ist eine richtige Hausnummer (wobei Robert Downey Jr. als Tony Stark das vermutlich noch übertreffen wird). So unvorstellbar es für einiger Zuschauer ist, dass das X-Men-Filmuniversum ohne Jackmans Wolverine weitergehen wird, wirklich überraschend ist das natürlich nicht. Irgendwann musste dieser Zeitpunkt kommen und irgendwann wird die Rolle auch wieder neu besetzt werden, denn Schauspieler geben ihre Rollen auf, doch die Figuren leben weiter.

Jackman liegt es sehr am Herzen, sich mit einem Knall von der Rolle zu verabschieden. Während seine Auftritte in der X-Men-Hauptreihe (meistens) sehr beliebt waren, waren die Reaktionen auf die beiden Solo-Auftritte von Wolverine eher gemischt, wobei Wolverine – Weg des Kriegers auf jeden Fall eine Verbesserung gegenüber dem ersten Film darstellte. Durch sein Japan-Setting und den Verzicht auf viele Mutanten unterschied sich der Film in seiner Machart und seinem Ton deutlich von allen anderen X-Men-Filmen. Das Fundament für einen noch besseren Film war gelegt. Bei Wolverine 3 darf Regisseur James Mangold wieder ran und hat diesmal noch mehr Freiheiten als bei seinem Vorgänger, denn der Film wird nicht mehr bestrebt sein, eine Jugendfreigabe zu erhalten. Ganz richtig: Wolverine 3 wird als erster Film der Reihe ein R-Rating tragen. War es vor einigen Monaten noch ein Gerücht, dem der Riesenerfolg des nicht-jugendfreien Deadpool Gewicht verliehen hat, hat Produzent Simon Kinberg die Freigabe jetzt offiziell bestätigt und gab zudem einen interessanten Hinweis auf den Ton des Films: (aus dem Englischen)

Ich weiß nicht, wie viel ich sagen darf. Es stimmt, dass Patrick Stewart im Gespräch für den Film war. Der Film findet in der Zukunft statt, und wie ihr und andere berichtet haben, wird er ein R-Rating tragen. Er ist brutal und wie ein Western in seiner Atmosphäre. Es ist einfach ein sehr cooler Film, der anders ist.

Ein R-Rating bedeutet eine US-Freigabe ab 17 Jahren. Zwar muss sie nicht zwingend eine härtere Gangart bedeuten und wird auch gerne für Nacktszenen oder zu viele Kraftausdrücke vergeben, doch im Falle von Wolverine 3 wird es wohl eher daran liegen, dass Wolverine seine Klauen blutig machen (und vermutlich häufiger fluchen) darf.

Dass Wolverine 3 in der Zukunft spielt (wie zuvor berichtet wurde, ist damit gemeint, dass die Ereignisse nach X-Men: Apocalypse stattfinden) und einem Western ähnelt, legt die Vermutung doch sehr nahe, dass hier die „Old Man Logan“-Storyline wenn nicht direkt adaptiert wurde, dann zumindest als Inspiration diente.

Wolverine 3 Start NewsKinberg verriet außerdem, dass die Dreharbeiten zu Wolverine 3 mittlerweile begonnen haben. Gedreht wird in New Orleans und New Mexico. Neben Hugh Jackman und (höchstwahrscheinlich) Patrick Stewart als Professor X, sind bislang keine Auftritte bekannter Figuren aus dem bisherigen Franchise angekündigt. Die Bösewichtsrolle übernimmt im Film Boyd Holbrook („Narcos“). Über den Charakter ist nur bekannt, dass er einen unbarmherzigen und berechnenden Sicherheitschef eines globalen Unternehmens spielt, das Wolverine auf den Fersen ist. Das ist immerhin mehr, als was wir über die Rollen der restlichen Schauspieler wissen. Stephen Merchant (Das hält kein Jahr…!), Richard E. Grant („Downton Abbey“), Eriq La Salle („Emergency Room“, Bild rechts) und Elise Neal (Scream 2) gehören zur Besetzung. Gerüchten zufolge soll die Wolverine-ähnliche Mutantin X-23 einen Auftritt in dem Film haben, bestätigt ist dies jedoch noch nicht.

Was haltet Ihr von einem R-Rating für Wolverine 3?