Quelle: Deadline

Ich erinnere mich noch, als ich erstmals begeistert die Schlagzeile las, dass Clive Barkers komplexer Fantasyroman „Weaverworld“ (hierzulande als „Gyre“ veröffentlicht) als TV-Serie adaptiert werden soll. Im Zeitalter von „Game of Thrones“ ist das Fernsehen reif für weitere anspruchsvolle Fantasyserie. Meine Vorfreude wurde deutlich gedämpft, als ich dann weiterlas und erfuhr, dass der US-Sender The CW die Adaption produziert. Nicht dass dieser Sender nicht auch schon gute Serien hervorgebracht hätte, doch der klare Fokus auf ein jüngeres Publikum, die in der Regel nicht sonderlich hohen Budgets und eher simples Geschichtenerzählen prägen viele Serien des Senders, zu denen u. a. „Vampire Diaries“, „Arrow“ und „Gossip Girl“ gehören. Ob das der sichere Hafen für Barkers Roman ist?

Doch ich war natürlich dennoch bereit, der Adaption eine Chance zu geben. Diese hat sich jedoch etwas verzögert. Ursprünglich für die letzte TV-Saison entwickelt, sollte Jack Kenny, der Showrunner von „Warehouse 13“, die Zügel bei der „Weaveworld“-Serie halten, doch sein Drehbuch erhielt keine Pilotbestellung seitens des Senders. Dennoch blieb „Weaveworld“ hoch auf der Prioritätsliste von The CW und bekommt jetzt eine zweite Chance. Diesmal schreibt Josh Stolberg die Adaption, der Autor von solchen „Klassikern“ wie Der Glücksbringer und Piranha 2. Spätestens jetzt bin ich sehr skeptisch.

Die Romanvorlage spielt in Liverpool der achtziger Jahre und handelt von magischen Wesen, die in Angst vor Menschen und vor einer böswilligen Macht, die sie verfolgt, leben, und sich deshalb innerhalb eines magischen Teppichs verstecken. Die Serie soll zwei gewöhnliche Menschen in den Fokus rücken, die die magische Welt finden und beschützen müssen, und damit auch die gesamte Menschheit vor einer bösen Macht retten müssen.