Quellen: Yahoo!, Collider

Weder Ang Lees Hulk noch Louis Leterriers Der unglaubliche Hulk konnten bei den Kinogängern viel Begeisterung für Marvels grünen Riesen wecken, sodass jeweilige Franchise-Pläne für den Charakter vorerst ins Wasser fielen. Beim dritten Mal sprang der Funke endlich über, wenn auch nicht in seinem eigenen Film. Der Haudrauf-Superheld stahl 2012 bei seinem Auftritt in Marvel’s The Avengers seinen Kollegen die Show und ist für die vermutlich legendärste Szene des ilms verantwortlich:

Doch es war nicht nur der clevere Einsatz von Hulk als Nebenfigur, der ihn am besten zur Geltung brachte, sondern auch sein perfekt besetzter Darsteller Mark Ruffalo, der sowohl Bruce Banner, Hulks Alter Ego, als auch den Hulk selbst per Motion-Capture verkörperte. Seitdem sehnen sich plötzlich Millionen von Fans nach einem eigenständigen Hulk-Film und es vergehen keine paar Monate, ohne dass neue Gerüchte zu einem World War Hulk– oder einem Planet Hulk-Film auftauchen. An diesen ist jedoch vorerst nichts dran, wie sowohl Ruffalo als auch Marvels Kevin Feige betonen. Da ist einerseits das Rechte-Problem an den künftigen Hulk-Solofilmen (die Universal gehören) und andererseits aber auch die Erkenntnis, dass Hulk womöglich am besten an der Seite anderer Helden am besten funktioniert.

Nichtsdestotrotz trägt seine Beliebtheit natürlich Früchte und Hulk wird zu einer tragenden Figur innerhalb des Marvel Cinematic Universe. Trotz gegenteiliger Gerüchte wird es wohl leider kein Wiedersehen mit ihm im diesjährigen The First Avenger – Civil War geben, doch dafür dürfen wir ihn nächsten Jahr an der Seite von Thor auf einem intergalaktischen „Road Trip“ in Thor: Ragnarok erleben, wie vor einiger Zeit bekannt wurde. Schauspieler Mark Ruffalo hat jetzt verraten, dass Hulks Auftritt in Thor 3 nicht einfach nur für sich steht, sondern Teil eines auf mehrere Filme ausgelegten Handlungsbogens ist, der quasi einen eigenständigen Hulk-Film „ersetzen“ soll: (aus dem Englischen)

Wir haben einen wirklich interessanten Handlungsbogen für Banner in Thor 3, Avengers 3 und 4 hineingearbeitet, der, wie ich denke, zusammenaddiert sich wie ein eigenständiger Hulk-Film anfühlen wird.

Es ist vielleicht ein schwacher Trost für diejenigen, die sich einen neuen Solo-Film mit Ruffalo wünschen, doch ich denke auch, dass hier (vorerst) der richtige Weg gewählt wurde, und bleibe gespannt, in welche Richtung Marvel Hulk entwickeln wird. Jedenfalls würde es mich wenig wundern, wenn er in Thor: Ragnarok dem Donnergott wieder einmal die Show stiehlt.

Ein kurzes Update zum Ton des dritten Thor-Films gab kürzlich auch dessen Regisseur Taika Waititi. Der Neuseeländer feierte seinen weltweiten Durchbruch mit der Vampir-Mockumentary 5 Zimmer Küche Sarg und wurde aufgrund seines schrägen Humors an Bord des Films gebracht, um die ansonsten wohl sehr düstere Geschichte etwas aufzupeppen. Genau das hat Waititi auch vor und plant in Thor: Ragnarok offenbar eine Attacke auf unsere Lachmuskeln:

Ich liebe diesen Moment in The Avengers, wenn Hulk Loki schnappt und wie eine Puppe herumschleudert. Das bietet sich für tolle Humormomente an, ich meine, habt ihr diese Comics gelesen? Sie sind abgefahren. Sie sind verrückt. Ich denke, das ist genau das, was sie brauchen, sich immer wieder abzuwechseln. Sie haben ihre düsteren Filme, einige die etwas ernsthafter sind und ich finde es toll, dass sie sie mit lustigeren Filmen abwechseln. Ich möchte wirklich meinen Humor in den Film reinbringen.

Außerdem hat er klargestellt, dass er als Filmemacher bei Marvel die Freiheiten hat, die er braucht und damit offenbar mit dem Gerücht aufgeräumt, alles würde auf Teufel komm raus einem ganz strikten und unabänderbaren Plan folge. Das ist insbesondere insofern interessant, als dass erst vor einiger Zeit, Thor-2-Regisseur Alan Taylor eben dies (und seine „qualvolle“ Zusammenarbeit mit Marvel) stark bemängelte:

Ich habe gelernt, dass es wirklich keine Regeln gibt. Es gibt keine strikte Vorgabe. Sie ähneln sich sehr Pixar in dieser Hinsicht. Sie suchen immer die beste Geschichte und sie würden alles niederreißen und wieder von vorne aufbauen, um die beste Geschichte herauszuholen. Deshalb ist Marvel so gut, weil sie sich immer weiter mit Nachdruck bemühen, das Bestmögliche herauszuholen.

Thor: Ragnarok kommt am 26.10.2017 in unsere Kinos. Neben Chris Hemsworth als Thor und Ruffalo als Hulk, werden darin auch Tom Hiddleston als Loki und Jaimie Alexander als Lady Sif zu sehen sein. Noch nicht bestätigt, aber im Gespräch für eine Bösewichtsrolle ist außerdem die zweifache Oscargewinnerin Cate Blanchett.