These Final Hours Serie

Quelle: Deadline

Kurz war ich versucht, in den Artikeltitel "What the fuck?" dazuzuschreiben. Denn ehrlich gesagt entspricht es meiner ersten Reaktion auf diese Meldung ganz gut. Dass der Film-zu-Serien-Adaptionswahn bald aufhören würde, habe ich natürlich nicht erwartet. Von The Expendables über Rush Hour bis Hitch – Der Date Doktor befindet sich momentan zahlreiche Serien in Entwicklung, die auf erfolgreichen Filmen beruhen. Die meisten davon wirken recht überflüssig, machen aber zumindest von der Handlung her in gewisser Hinsicht Sinn. Das kan ich momentan von dem neusten Mitglied dieses wachsenden Clubs nicht behaupten. EuropaCorp, die erfolgreiche französische Produktionsfirma von Luc Besson, die für Filme wie Lucy, Transporter und 96 Hours verantwortlich ist, gab Pläne bekannt, den australischen Endzeit-Film These Final Hours als Fernsehserie für den US-Markt zu produzieren. EuropaCorp hat bereits mit "Taxi Brooklyn" das Taxi-Filmfranchise mit Erfolg zu einer Serie verwandelt und möchte demnächst im TV-Bereich weiter expandieren.

Doch wieso ist diese Meldung so merkwürdig? These Final Hours, der auch beim Fantasy Filmfest 2014 lief (Kritik) ist ein ordentliches Apokalypse-Szenario, nicht klischeefrei, aber spannend und gefühlvoll inszeniert. In dem Film ist das Ende der Welt nur eine Frage der (kurzen) Zeit. Ein Asteroid schlägt auf der Erde ein und eine gigantische Feuerwalze verschlingt nach und nach das Land. Bis sie Australien erreicht, wo die Handlung des Films spielt, verbleiben zu Filmbeginn 12 Stunden und in diesen muss die anfangs egoistische Hauptfigur (Nathan Phillips) den Mut in sich finden und zum Helden werden. Dabei ist jedoch zu jedem Zeitpunkt klar, dass das Ende der Welt für alle unausweichlich ist und es geht darum, was man in diesen letzten Stunden macht. Um es also noch einmal klar und deutlich zu machen: das gesamte Konzept des Films handelt von einer begrenzten Zeit bis zum endgültigen Ende. Das steckt sogar im Filmtitel drin, um alle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Ich weiß nicht, wie Ihr das seht, aber ich halte das nicht gerade für eine gute Serienvorlage. Milde ausgedrückt.

Doch nichtsdestotrotz soll eine kommen. Zak Hilditch, der Regisseur des Films, ist sogar wieder als Autor, Regisseur und Produzent beteiligt. EuropaCorp wird unter den US-amerikanischen Kabelsendern nach Interessenten suchen.

  • Olav Bottner

    Ich könnte mir dazu sehr gut eine Serie vorstellen. So wie bei 24 Halt in 12 Folgen die letzten 12 Stunden das Leben einer Person zu erzählen.

    Und bei Erfolg könnte man dann in jeder Staffel andere Figuren begleiten auf den Weg zu ihren letzten 12 Stunden.

    Ist es die beste Idee die es jemals gab, wahrscheinlich nicht, aber auch nicht so abwegig wie manch andere Idee die als Serie sogar schon Erfolg hatte.