Quelle: Universal Pictures

Wenn man den Machern des 3. The-Purge-Films etwas nicht vorwerfen kann, dann ist es vermutlich Einfallslosigkeit. Schließlich ist es marketingtechnisch ein Geniestreich, den Film The Purge: Election Year zu nennen – in dem Jahr, in dem in den USA die Präsidentschaftswahlen stattfinden und mit Donald Trump möglicherweise ein Kandidat im Rennen um Barack Obamas Nachfolge sein wird, der die Säuberung aus der Purge-Reihe sogar für eine gute Idee halten würde.

Aber genug von der Politik, denn obwohl der Titel ein cleverer Schachzug ist, werden sich die meisten Zuschauer den Film nicht aus politischem Interesse anschauen, sondern in der Hoffnung auf spannende Action und blutiges Gemetzel. Der Trailer, den Ihr unten in der deutschen und englischen Sprachfassung sehen könnt, ist ein wenig unbeholfen geschnitten und fließt nicht sonderlich gut, doch es sieht so aus, als können wir uns auf etliche intensive Szenen freuen. Ich bin auf den Film tatsächlich gespannt, da ich Teil 2 deutlich mehr mochte als den redundanten Originalfilm. Außerdem kann ich Frank Grillo als Badass immer nur begrüßen:

Deutscher Trailer

Originaltrailer

Die Purge-Reihe handelt von einer nahen Zukunft, in der es der US-Bevölkerung besser geht denn je. Doch um diese Idylle aufrechtzuerhalten, haben die Neuen Gründungsväter die Purge eingeführt, eine jährliche Tradition, die vorsieht, dass über einen Zeitraum von 12 Stunden alle Verbrechen völlig straffrei bleiben. Warum dann jeder sofort zum psychopathischen Mörder wird und stattdessen nicht Läden oder Banken überfällt, sei dahingestellt.

Die Reihe hat mit dem zweiten Teil, The Purge: Anarchy, einen interessanten Kurswechsel vollzogen. War Teil 1 noch waschechter Home-Invasion-Horror, in dem es um die Belagerung einer Familie in ihrem Haus in der Purge-Nacht ging, präsentierte sich die Fortsetzung als düsterer Actionthriller, der am ehesten noch an John Carpenters Assault – Anschlag bei Nacht erinnerte und die Handlung in die Straßen von Los Angeles verlegte. Die neue Ausrichtung hat sehr gut funktioniert. The Purge: Anarchy kam bei der Kritik und den Zuschauern deutlich besser weg und war ein größerer Erfolg an den Kinokassen – eine Seltenheit für das Sequel eines Horrorfilms, der eigentlich keine sehr gute Mundpropaganda hatte.

The Purge: Election Year hält weiterhin diesen Kurs und bringt mit Frank Grillo sogar den Hauptdarsteller des Vorgängers zurück. Die Handlung spielt zwei Jahre nach dem zweiten Film. Grillos Charakter Leo Barnes, der sich davor abgehalten hat, in der Purge-Nacht blutige Rache zu nehmen, arbeitet nun als Sicherheitschef der Senatorin Charlie Roan („Lost“-Star Elizabeth Mitchell). Diese kandidiert für die Präsidentschaft und macht es sich zum Ziel, die Purge abzuschaffen, was den aktuellen Staatsmännern natürlich gar nicht gefällt. Durch einen Verrat landen die beiden in der Purge-Nacht in den Straßen von Washington D.C. und müssen um ihr Überleben kämpfen.

The Purge: Election Year startet in Deutschland am 30.06.2016. Hier ist ein ebenfalls cleveres Teaser-Poster zum Film.

The Purge 3 Trailer & Poster