The Purge 3

Quelle: Deadline

The Purge: Anarchy war in vielfacher Hinsicht eine positive Überraschung. Dadurch, dass das Sequel das interessante Konzept des ersten Film genommen hat (dystopische Gesellschaft, in der einmal im Jahr alle Verbrechen 12 Stunden lang legal sind), aber anstatt eines Home-Invasion-Thrillers einen gänzlichen anderen Ansatz nahm und die Handlung in die Straßen während der Purge-Nacht verlagerte, gelang dem Regisseur und Autor James DeMonaco ein Sequel, das seinen eher durchschnittlichen Vorgänger in fast jeder Hinsicht übertraf. Es ist zwar immer noch kein Genreklassiker (und generell würde ich The Purge: Anarchy nicht mehr als einen Horrorfilm verbuchen, sondern als einen Actionthriller à la Die Klapperschlange), aber ein durchaus unterhaltsamer, temporeicher Film, der vom Anfang bis zum Ende zu fesseln weiß. Doch nur aus qualitativer Sicht gelang den Machern ene Verbesserung. Auch finanziell schnitt der Film besser ab und spielte weltweit fast $110 Mio ein, bei einem Budget von $9 Mio. Teil 1 erreichte letztes Jahr nur knapp unter $90 Mio. Die Konsequenz daraus ist logisch – ein Franchise ist geboren.

Jetzt haben Universal Pictures, Blumhouse und Platinum Dunes offiziell The Purge 3 angekündigt. James DeMonaco wird abermals als Drehbuchautor und Regisseur federführend beim Projekt sein und ich bin gespannt, was er sich einfallen lässt, um den Film von den ersten beiden abzugrenzen. Wann The Purge 3 in die Kinos kommen wird, ist noch unbekannt. Da jedoch The Purge: Anarchy als eine "alljährliche Tradition" vermarktet wurde, würde es mich nicht wundern, wenn die Säuberung bereits nächsten Sommer in die dritte Runde geht. Diesmal bin ich sogar deutlich interessierter als ich es bei der Ankündigung von Teil 2 war.