Quelle: The Weinstein Company

The Weinstein Company hat einen brandneuen Trailer zu Quentin Tarantinos Western The Hateful Eight veröffentlicht und dieser könnte nicht mehr nach Tarantino in Hochform aussehen, wenn Vincent Vega und Jules Winnfield ins Bild spaziert wären. Überzeugt Euch selbst

The Hateful Eight startet am 28.01.2016 in unseren Kinos. Wer zu den wenigen Glücklichen gehört, die in der Nähe eines IMAX-Kinos (sprich in Karlsruhe oder in Berlin) wohnen, sollte sich den Film unbedingt auf der XXL-Leinwand anschauen. Nicht nur hat Tarantino ihn auf 65mm-Film gedreht, was ihn zu einer absoluten Augenweide auf der Riesenleinwand machen sollte, sondern die 70mm-Fassung wird auch zusätzliches Filmmaterial beinhalten, die in der regulären Kinofassung nicht zu sehen sein wird. Wer also das komplette The-Hateful-Eight-Erlebnis haben möchte, sollte den Trip ins nächstgelegene IMAX-Kino auf sich nehmen oder, idealerweise in ein Kino mit 70mm-Projektion, weil die hiesigen IMAX-Kinos keine "echten" IMAX-Projektion haben – aber viel Glück dabei, ein Kino mit einem einsatzbereiten 70mm-Projektor zu finden! Diese Langversion des Films wird nicht nur eine Overtüre (wie in alten Zeiten) und eine 12-minütige Pause beinhalten, sondern insgesamt 182 Minuten laufen. Doch auch die Zuschauer der Kinofassung kommen in den Genuss des bislang längsten Tarantino-Films (wenn man Grindhouse nicht mitzählt und Kill Bill als zwei Filme betrachtet). Die "normale" Kinoversion des Westerns wird 176 Minuten laufen,

Der Großteil des Films soll dabei in einem abgelegenen Saloon in Wyoming spielen, in dem acht zwielichtige Gestalten während eines Schneesturms stranden – der Henker (Kurt Russell), der Kopfgeldjäger (Samuel L. Jackson), der Mexikaner (Demián Bichir), der "kleine Mann" (Tim Roth), der Konföderierte (Bruce Dern), der Viehtreiber (Michael Madsen), der Sheriff (Walton Goggins) und die Gefangene (Jennifer Jason Leigh). Trotz sicherlich atemberaubender Aufnahmen auf 65mm-Film ist The Hateful Eight auch Tarantinos kostengünstigster Film seit Jackie Brown, weil hier anstelle von großen Namen vor allem bewährte Charakterdarsteller vor der Kamera standen, die nicht – oder nicht mehr – in Hollywoods erster Liga spielen.

Wenn alles gut läuft, wird The Hateful Eight, wie schon Tarantinos letzten beiden Filme Inglourious Basterds und Django Unchained, wieder zu einem großen Kandidaten während der Oscar-Saison werden und dem Regisseur nach zwei Drehbuchoscars vielleicht auch die goldene Statue für die Regie einbringen.