Quelle: TVLine

Vergangenen Sonntag strahlten drei Serien bei CBS ihre Staffelfinale aus, im Falle von „The Good Wife“ war es allerdings auch das Finale der gesamten Serie. Nach sieben Staffeln endete eine der von der Kritik gefeiertsten Dramaserien des Network-Fernsehens der letzten zehn Jahre mit einer nicht unumstrittenen Folge, die die langjährigen Fans polarisierte und viele unzufrieden zurückließ. Mit den Einschaltquoten der Episode dürfte CBS allerdings alles andere als unzufrieden sein. Erstmals seit Januar des letzten Jahres erreichte „The Good Wife“ wieder mehr als 10 Millionen Zuschauer. Die Quoten kletterten um 16% gegenüber der Vorwoche auf insgesamt 10,6 Millionen Fans, was nicht nur ein klares Staffelhoch war, sondern auch die höchste Zuschauerzahl der Serie seit November 2014 und eine der höchsten überhaupt in den letzten drei Jahren. In der Zielgruppe ging es um 30% hinauf auf 1,3 Millionen 18-49 Jährige und damit den besten Wert der Serie seit vier Monaten. „The Good Wife“ war zu keinem Zeitpunkt ein überwältigender Quotenhit und hatte vor allem ein älteres Publikum als Fans (das Alters-Median der Zuschauer der Serie lag bei 59,9 Jahren!), was sich in niedrigen Zielgruppenquoten äußerte, doch die Serie ließ auch nie deutlich nach und bescherte dem Sender neben großem Kritikerlob und diversen Auszeichnungen auch konsistente Einschaltquoten. Das Ende der Serie hinterlässt deshalb auf jeden Fall eine Lücke im Programm von CBS.

Das zweite Staffelfinale von „Madame Secretary“ endete mit fast exakt 10 Millionen Zuschauern, lag damit auf Vorwochenniveau und sogar leicht oberhalb des Finales von Staffel 1. In der Zielgruppe schalteten wieder eine Million 18-49-Jähriger ein. Das 4. Seasonfinale von „Elementary“ war deutlich weniger stabil. Zwar erreichte die Sherlock-Serie wieder 5,5 Millionen Zuschauer, wie in der Vorwoche, in der Zielgruppe 18-49 gab sie jedoch um 12% auf 700,000 nach und lag auch 22% unter den Quoten des Finales von Staffel 3. Ich rechne fest damit, dass die Serie nach der fünften Staffel enden wird, wenn die Quoten den aktuellen Trend fortsetzen.

„The Carmichael Show“ gab sowohl nach Gesamtzuschauern als auch in der Zielgruppe um 22% nach und erreichte 3,3 Millionen bzw. 700,000 Fans. Die Sitcom „Crowded“ erzielte im Anschluss nur 2,7 Millionen Zuschauer, 11% unter der Vorwoche, blieb aber immerhin in der Zielgruppe 18-49 mit 700,000 Zuschauern stabil.

Die vorletzte Folge der fünften „Once Upon a Time“-Staffel kam wieder auf 3,8 Millionen Zuschauer, gab aber in der Zielgruppe um 8% nach und erreichte darin nur 1,1 Millionen. „The Family“ fiel im Anschluss um 10% auf ein neues Rekordtief mit 2,6 Millionen Zuschauern, davon nur 700,000 in der Zielgruppe (-12%). „Quantico“ legte nach Gesamtzuschauern auf 3,5 Millionen leicht zu, fiel in der Zielgruppe jedoch um 10% auf 900,000 Interessierte und damit ein neues Tief der Serie.

Bei FOX lag „Die Simpsons“ 8% unter der vorherigen Folge und erreichte 2,5 Millionen Zuschauer insgesamt sowie 1,1 Millionen in der Zielgruppe. „Bob’s Burgers“ war mit 2,3 Millionen Zuschauern stabil, verlor in der Zielgruppe aber 9% und erreichte eine Million Fans zwischen 18 und 49. „Family Guy“ baute 6% ab und erreichte 2,8 Millionen Zuschauer, davon 1,2 Millionen in der Zielgruppe (7% unter der Vorwoche). „The Last Man on Earth“ war mit 2,2 Millionen Zuschauern bzw. 900,000 in der Zielgruppe stabil.