Links: Grey Damon in „Aquarius“ © NBC
Mitte: Ashley Rickards in „Awkward“ © MTV
Rechts: Todd J. Lasance in „Vampire Diaries“ © The CW

Quellen: The CW, Collider, Comic Book Resources, E! Online, TVLine, Entertainment Weekly

WARNUNG: Artikel enthält Spoiler zur 2. Staffel von „The Flash“

Seit bekannt wurde, dass der Titel der 3. Staffelpremiere von „The Flash“ „Flashpoint“ lautet, sind die Fans sehr gespannt darauf, wie die Serie eins der radikalsten Ereignisse in der DC-Comicwelt aus den letzten zehn Jahren umsetzen wird. Eine komplett vorlagengetreue Adaption ist natürlich nicht möglich, spielten sich doch die Events von „Flashpoint“ in den Comics auf einer globalen Ebene ab und schlossen auch Wonder Woman, Batman (in dieser Version Bruce Waynes Vater Thomas) und viele weitere Superhelden mit ein, die im Arrowverse von The CW (noch) nicht existieren. Das Grundkonzept bleibt jedoch unverändert: nachdem Barry (Grant Gustin) im Finale der zweiten Staffel seine Mutter in der Vergangenheit vor Reverse-Flash rettet, wacht er in einer grundlegend veränderten Realität auf. In dieser ist er nicht gemeinsam mit Iris (Candice Patton) aufgewachsen, Cisco (Carlos Valdes) ist der reichste Mann der USA, Wally West alias Kid Flash (Keiynan Lonsdale) ist der superschnelle Held von Central City und Barry selbst hat keine Kräfte mehr, besitzt dafür aber Erinnerungen an die alte Realität. „The Flash“ erschafft also eine eigene Version von „Flashpoint“, bleibt der Idee der Comics aber treu.

Doch obwohl jetzt beide Elternteile von Barry am Leben sind, läuft es in seinem Leben immer noch nicht glatt. Zwar hat er weiterhin den gleichen Job bei der Polizei von Central City, doch sein Verhältnis mit Joe West hat sich grundlegend verändert. Die „Flashpoint“-Version von Joe wird von seinem Darsteller Jesse L. Martin als „sehr unglücklich“ beschrieben, aufgrund eines unlösbaren Konflikts mit seiner Tochter Iris. Außerdem ist Joe nicht länger Barrys Mentor, da Barry nicht mit ihm aufgewachsen ist.

Nach dem Sieg über Zoom in der zweiten Staffel erwarten Barry auch in der „Flashpoint“-Realität viele neue Bedrohungen. Im Comic-Con-Trailer zu Staffel 3 (ganz unten) wurde die Ankunft von Dr. Alchemy (alias Dr. Albert Desmond) als neuer Bösewicht angekündigt. Interessant ist daran, dass Barrys neuer Haupt-Antagonist zur Abwechslung mal nicht über ähnliche Kräfte wie The Flash verfügt. Dr. Alchemys Macht besteht darin, Elemente zu manipulieren und zu verändern. In den Comics macht er das mit Hilfe des magischen Stein der Weisen von Merlin, doch ich vermute, dass die Serienversion das etwas anders umsetzen wird. Wer Dr. Alchemy spielen wird, ist noch nicht bekannt, doch ich habe da meinen Verdacht. Im Juni wurde Harry-Potter-Star Tom Felton in einer neuen Hauptrolle als Julian Dorn besetzt, ein neuer Forensik-Experte im Central City Police Department, der Verdacht schöpft, hinter Barrys Ruf als netter Kerl könnte mehr stecken. Es würde mich nicht überraschen, wenn der Charakter sich letztlich als Dr. Alchemy entpuppen sollte. Wenn Draco Malfoy schließlich in einer Rolle besetzt wird, geht man automatisch von einem Schurken aus, oder?

Doch Dr. Alchemy wird nicht der einzige Hauptbösewicht der neuen Staffel sein. Offenbar wollten die Macher doch nicht gänzlich auf einen Gegner mit Lichtgeschwindigkeit verzichten, weshalb Superschurke Savitar neben Dr. Alchemy Barry das Leben schwer machen wird. Savitar, in den Comics ein ehemaliger Testpilot während des Kalten Kriegs, entwickelt nach einem Blitzeinschlag ungeahnte Kräfte, die sogar die der üblichen Speedster deutlich übersteigen, sodass sich ein eigener Kult um ihn bildet, der ihn als Gottheit verehrt.

Auch diese Rolle wurde noch nicht gecastet, allerdings wird Savitar auch nicht der einzige schnelle Gegner von Barry sein. Todd J. Lasance („Vampire Diaries“, Bild oben rechts) wurde in einer wiederkehrenden Rolle als Edward Clariss alias The Rival besetzt, ein schwarz kostümierter Speedster, der eine Formel entwickelt, die ihm ähnliche Kräfte wie Barry verleiht, und diese zu kriminelle Zwecken einsetzt. Seinen ersten Auftritt wird der Charakter bereits in der Staffelpremiere haben.

Zwischendurch wird The Flash jedoch auf weitere Schurken aus seiner Rogue Gallery treffen. Als eine Art Bonnie & Clyde von Bösewichten wurden Grey Damon („Aquarius“, Bild oben links“) und Ashley Rickards („Awkward“, Bild oben Mitte) in den Rollen der Bösewichte Mirror Master und Top besetzt. Mirror Master alias Sam Scudder wird in der Serie als ein aalglatter Verbrecher mit einem Riesen-Ego beschrieben, der entdeckt, dass er die Macht hat, durch jede reflektierende Oberfläche hindurchzugehen. Diese nutzt er, um sich als größer Dieb in der Geschichte von Central City zu profilieren. Seinen ersten Auftritt wird der Mirror Master in der vierten Folge der dritten Staffel haben. In der gleichen Folge lernen wir auch seine Freundin und Komplizin Rosalind „Rosa“ Dillon alias Top kennen, die ihren Mitmenschen buchstäblich die Köpfe verdrehen kann. In diesem Fall findet ein Geschlechterwechsel statt, denn in den Comics ist Top ein männlicher Charakter namens Roscoe Dillon. In den Comics hatten übrigens sowohl Mirror Master als auch Top ein Verhältnis mit Golden Glider/Lisa Snart, der Schwester von Leonard Snart alias Captain Cold (im Arrowverse von Wentworth Miller gespielt).

Im Vergleich zu „Arrow“ war „The Flash“ schon immer die weniger düstere, etwas heiterere und farbenfrohere Comic-Serie von The CW, doch mit Zoom als furchterregendem Gegner in Season 2 wurde es doch etwas düsterer für Barry und seine Freunde. Produzent und Autor Aaron Helbing verspricht wieder einen leichtfüßigeren und weniger grimmigen Ton für die dritte Staffel, weil die neuen Bösewichte nicht so düster sein sollen wie Zoom und Barry nach seinen Verlusten endlich mit seinen beiden Eltern wiedervereint ist.

Für den lockeren Ton wird auch ein Musical-Crossover (!) zwischen „Supergirl“ und „The Flash“ sorgen, das im Frühjahr 2017 als Doppelfolge ausgestrahlt werden wird. Für die beiden Hauptdarsteller kein Problem: sowohl Melissa Benoist als auch Grant Gustin haben bei „Glee“ Gesangstalente unter Beweis gestellt.

Das größte Event, auf das sich die Fans freuen dürfen, ist natürlich das Vierfach-Crossover zwischen „Supergirl“, „Arrow“, „The Flash“ und „DC’s Legends of Tomorrow“, das uns noch dieses Jahr erwartet.

Weitere Details zur dritten „The Flash“-Season, die im Rahmen der Comic Con und der Television Critics Association Pressetour ans Licht gekommen sind, haben wir als Stichpunkte zusammengefasst:

Susan Walters („Vampire Diaries“) wurde als Caitlins (Danielle Panabaker) Mutter Dr. Carla Tannhauser besetzt, eine erfolgreiche Medizintechnikerin, die nich gerade ein gutes Verhältnis mit ihrer Tochter hat. Die Rolle ist zunächst als Gastauftritt geplant, jedoch mit dem Potenzial für einen wiederkehrenden Part.

Joey King (Conjuring) wird die Rolle von Frances Kane übernehmen, einer Teenagerin auf der schiefen Bahn, die in den Comics zu Flashs Gegnerin Magenta wird. Sie ist ein Metawesen, das Metall kontrollieren kann (Magneto lässt grüßen). In den Comic war sie einst auch die Freundin von Wally West, allerdings wird das wegen des Altersunterschieds zwischen King und Lonsdale in der Serie vielleicht nicht der Fall sein.

– Die „Flashpoint“-Storyline wird auch große Auswirkungen auf „Arrow“ haben, insbesondere auf Oliver und Diggle, wie Autor/Produzent Todd Helbing verraten hat.

Emily Bett Rickards wird als Felicity in der zweiten Episode der neuen „The Flash“-Staffel gastieren und Barry mit Rat zur Seite stehen.

– Erste offizielle Bilder von Keiynan Lonsdale als Kid Flash könnt Ihr unten sehen. Lonsdale beschreibt seinen Superhelden als sehr locker und so selbstsicher, dass er auch fast arrogant wirkt, was auch seinen Untergang bedeuten könnte.

The Flash Staffel 3 Kid Flash Bild 1The Flash Staffel 3 Kid Flash Bild 2

„The Flash“ kehrt bei The CW am 4. Oktober als erste der mittlerweile vier Superheldenserien von The CW mit neuen Folgen zurück. „Arrow“ folgt am darauffolgenden Tag mit dem Auftakt von Staffel 5, „Supergirl“ beginnt am 10. Oktober ihre Abenteuer bei The CW und „Legends of Tomorrow“ geht am 13. Oktober in die zweite Runde. Die neuen Seasons von „The Flash“ und „Arrow“ werden wieder jeweils 22 Folgen umfassen, „Supergirl“ sogar 23, während für „DC’s Legends of Tomorrow“ vorerst nur 16 Episoden bewilligt wurden, jedoch mit der Option auf Nachbestellung weiterer Episoden.

Auf die Rückkehr welcher dieser Serien freut Ihr Euch am meisten?