Quelle: TVByTheNumbers

Es ist wirklich eine große Überraschung und ein bemerkenswerter Erfolg. Zum zweiten Mal in Folge konnte sich die DC-Comic-Serie „The Flash“ am Dienstagabend sowohl nach Zuschauern als auch in der Zielgruppe 18-49 gegen „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“ durchsetzen, obwohl die letztere Serie die Fangemeinde des MCU hinter sich hat und auf einem insgesamt erfolgreicheren Sender (ABC) läuft als The Flash (The CW). Es sieht ganz danach aus, als würde „The Flash“ vorerst auch die Oberhand behalten, denn während die Zahlen der Serie um den roten Blitz beeindruckend stabil sind, sinkt Marvels Serie immer tiefer.

Die neuste Episode von „The Flash“ gab lediglich um 6% gegenüber der Vorwoche nach und war mit 3,6 Millionen Zuschauern immer noch die zweitmeistgesehene Folge der laufenden Staffel. In der Zielgruppe blieb sie unverändert bei starken 1,5 Millionen Zuschauern – weit mehr als jede andere Serie von The CW. Gegenüber der ersten Staffel verzeichnet „The Flash“ mittlerweile so gut wie keine Quoten-Einbußen mehr. Auch die im Anschluss gezeigte neue Folge von „iZombie“ blieb mit 1,4 Millionen Zuschauern (davon 600,000 in der Zielgruppe 18-49) sehr stabil.

Dafür fiel „Agents of S.H.I.E.L.D.“ um 9% auf 3,5 Millionen Zuschauer und damit das neue Rekordtief der Serie. Damit lag die siebte Folge der dritten Staffel ganze 18% unter der siebten Folge von Staffel 2. Auch in der Zielgruppe sank die Comic-Serie um 7% auf 1,3 Millionen und damit ein neues Tief. Sollte ABC der Serie trotzdem eine vierte Staffel spendieren, ist es dem aktuellen Trend zufolge auch möglich, dass sie dann sogar auf unter 3 Millionen Zuschauern pro Folge sinken wird.

Doch auch keine andere ABC-Serie kam am Dienstagabend an die Quoten von „The Flash“ heran. „The Muppets“ fiel um 14% auf lediglich 3,9 Millionen Zuschauer für die neuste Folge und lag damit bereits bittere 57% unter dem Seriendebüt im September. In der Zielgruppe der 18-49-Jährigen wurden diesmal nur 1,2 Millionen Interessierte erreicht. Die Sitcom „Fresh off the Boat“ baute noch mehr ab und stürzte um 16% runter auf 3,8 Millionen und 1,3 Millionen in der Zielgruppe. Es war das erste Mal, dass die Comedyserie weniger als 4 Millionen Zuschauer mit einer Folge vor die Mattscheiben locken konnte.

Die traurige Krönung des Abends auf ABC war jedoch die dritte Folge der Krimiserie „Wicked City“, die gegenüber der zweiten 30% der Zuschauer verloren hat sowie 43% in der Zielgruppe. Insgesamt interessierten sich nur noch 1,7 Millionen Fans für die zweite Folge, davon 400,000 im Alter von 18-49. Für eine Serie, die nicht bei The CW läuft, sind das einfach erbärmliche Zahlen.

Bei NBC büßten alle Serien gegenüber der Vorwoche nach Gesamtzuschauern ein, zwei von drei blieben in der Zielgruppe jedoch stabil. „Navy CIS“ war mit 16,7 Millionen Zuschauern (7% unter der Vorwoche) wieder die meistgesehene Serie im US-Fernsehen am Dienstagabend, sowohl nach Gesamtzuschauern als auch in der Zielgruppe, in der sie wieder 2,3 Millionen erreichte. „Navy CIS: New Orleans“ hielt sich etwas schlechter und erreichte nach Gesamtzuschauern etwa 12,4 Millionen, 12% unter der Vorwoche. Auch in der Zielgruppe ging es leicht bergab auf 1,7 Millionen. „Limitless“ sank um 10% auf 7,1 Millionen Interessierte, blieb aber mit 1,5 Millionen in der Zielgruppe auf Vorwochenniveau. Ich gehe weiterhin von einer Verlängerung der Serie aus.

„Chicago Fire“ wächst und wächst. Die Serie verbesserte sich zum vierten Mal in Folge gegenüber der Vorwoche und erreichte mit 8,2 Millionen Zuschauern die besten Zahlen seit April. Mit 2,1 Millionen war die Zielgruppe 18-49 sogar seit März am stärksten. Die von NBC früh ausgesprochene Verlängerung der Serie ist also voll und ganz gerechtfertigt.

Währenddessen stehen weitere Staffeln für alle drei Dienstags-Serien von FOX auf der Kippe, denn deren Quoten lassen echt zu wünschen übrig. Die Sitcoms „Grandfathered“ und „The Grinder“ blieben mit jeweils 3,1 Millionen und 2,6 Millionen Zuschauern sowie einer Million und 800,000 in der Zielgruppe stabil. „Scream Queens“ verbesserte sich marginal auf 2,5 Millionen Zuschauer, fiel jedoch in der Zielgruppe um 10% auf 900,000. Für die Horror-Comedyserie von Ryan Murphy gibt es keine rosigen Aussichten.