The Defenders Fotos

Quellen: Netflix, Entertainment Weekly

Obwohl der Film nicht ganz makellos ist, bleibt Joss Whedons The Avengers bis heute der goldene Standard, wenn es darum geht, Charaktere aus mehreren Franchises in einem Film zusammenzubringen und dennoch allen Figuren genug Raum zur Entfaltung zu lassen, sodass keine in den Hintergrund gerät oder sich als überflüssig anfühlt. Was Marvel im Kino so gut gelungen ist, versucht der Comic-Riese jetzt als Serie. Noch dieses Jahr werden in "Marvel’s The Defenders" die Helden der vier Netflix-Serien "Daredevil", "Jessica Jones", "Luke Cage" und "Iron Fist" endlich zusammenkommen, um gemeinsam gegen die von Sigourney Weaver bislang nicht länger beschriebene Bedrohung zu kämpfen. Während das Urteil zu "Marvel’s Iron Fist" noch aussteht (die Serie wird von Netflix am 17. März veröffentlicht werden), erfreuten sich die anderen drei Serien sehr großen Zuspruchs unter Zuschauern und Kritikern und gehören mit zu den besten Elementen des rasant wachsenden Marvel Cinematic Universe. "Daredevil", "Jessica Jones" und "Luke Cage" erreichten eine Komplexität und eine Reife, die in den spaßigen Kinoabenteuern von Marvel bislang nicht möglich war. Doch damit wächst natürlich auch die Herausforderung, allen diesen interessanten Protagonisten und ihren Geschichten gerecht zu werden, wenn sie für eine achtteilige Event-Miniserie zusammenkommen.

Ursprünglich sollte "The Defenders" von Marco Ramirez und Doug Petrie, den beiden Showrunnern der zweiten "Daredevil"-Season produziert werden, doch Petrie stieg aufgrund andersweitiger Verpflichtungen während der Entwicklung aus und überließ Ramirez die alleinige Leitung. Dieser erklärte kürzlich gegenüber Entertainment Weekly, worin seine Herangehensweise beim Zusammenbringen der Superhelden von Hell’s Kitchen und Harlem besteht:

Es ist letztlich eine Geschichte über eine Familie von Waisen, die sehr erwachsen sind, aber noch etwas wachsen müssen. Das ist das, was ich den Autoren gesagt habe: Die Serie widmet sich den Fragen, die in den finalen Folgen ihrer jeweiligen Serien gestellt wurden. Wo waren sie, als wir sie das letzte Mal sahen, und was müssen sie tun, um erwachsener zu werden? Was brauchen sie nach ihren jeweiligen eigenen Staffeln?… Wir wollten nie, dass sich das Gefühl einschleicht, dass jemand nur ein Gast in der Serie eines anderen ist. Es ist auf eine seltsame Weise über alle vier von ihnen. Die Serie handelt von all ihren gemeinsamen Geschichten, die endlich aufeinanderprallen.

Entertainment Weekly und Netflix haben zudem die allerersten offiziellen Fotos aus "The Defenders" veröffentlicht und zu sehen, wie Charlie Cox als Matt Murdock/Daredevil und Krysten Ritter als Jessica Jones interagieren oder wie Jessica mit Misty Knight (Simone Missick) aus "Luke Cage" im Verhörraum sitzt, lässt mein Fanherz deutlich höher schlagen. Neben den vier Hauptprotagonisten bringt "The Defenders" nämlich auch zahlreiche Nebenfiguren aus den vier Serien mit, darunter Rachael Taylor als Trish Walker, Scott Glenn als Daredevils Mentor Stick, Jessica Henshaw als Colleen Wing und Élodie Yung als Elektra. Eins der Fotos erlaubt uns auch einen ersten Blick auf Sigourney Weavers Antagonistin, die die Schauspielerin als eine sehr intelligente Frau beschreibt, die stets die Kontrolle hat.

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Das lässt doch die Vorfreude gleich riesig werden!

Zu der Frage, wie die verschiedenen Atmosphären der vier Einzelserien (Film Noir von "Jessica Jones", Blaxploitation vom "Luke Cage" usw.) kombiniert werden, meinte Marco Ramirez Folgendes:

Eine Sache, die an diesen Serien gut ist, ist, dass sie von ihren jeweiligen Protagonisten handeln und nicht von Superkräften. In ihnen geht es um jemanden, der einen großen Fehler hat und eine große Krise und es irgendwie schafft, das heldenhaft zu überwinden. Was mir von Anfang an half, war, nicht über die Unterschiede zwischen den Figuren nachzudenken, sondern über ihre vielen Gemeinsamkeiten.

Abgesehen davon, dass sie alle Marvel-Charaktere sind, gibt es auch das wiederkehrende Thema, dass sie Waisenkinder sind und Leute, die diesen Drang nicht verstehen, aber den Wunsch verspüren, Gutes zu tun und immer gegen das innere Chaos in sich ankämpfen, was wiederum Auswirkungen auf ihre persönlichen Leben hat. Es gibt eine gewisse Reife in dem, wie sie mit dem ganzen Superheldenaspekt umgehen… Wir haben nicht darüber nachgedacht, wie wir die verschiedenen Atmosphären der jeweiligen Serien kombinieren. Wir sahen die Atmosphäre hier als ein eigenes Ding. Wir mussten sicherstellen, dass dieses Ding etwas ist, das alle vier Welten umfassen kann.

Wann "Marvel’s The Defenders" bei Netflix erscheinen wird, ist noch offen. Neben "Iron Fist" und dieser Serie erwartet MCU-Fans dieses Jahr sogar eine dritte Marvel/Netflix-Serie: "The Punisher". Ob Jon Bernthals Charakter, der für viele ds Highlight der zweiten "Daredevil"-Staffel war, auch in "The Defenders" vorbeischauen wird, ist bislang nicht bekannt. Doch auch die Einzelserien der Defenders werden in den nächsten Jahren weitergehen: neue Staffeln von "Daredevil", "Jessica Jones" und "Luke Cage" wurden bereits bewilligt.

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