Taken Staffel 2

© 2017 NBC

Quelle: Deadline

Wer unsere Seite in den letzten Jahren oder auch einfach das Fernsehprogramm etwas genauer mitverfolgt hat, hat längst den aktuell größten Serientrend mitbekommen – Adaptionen von Kinofilmen in die Serienform. Neben den bereits laufenden Serien befinden sich aktuell mehr als 20 solcher Serienadaptionen in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. Die geschäftsbringende Idee dahinter ist, dass solche Serien durch die Bekanntheit von ihnen zugrundeliegenden Filmen bereits von Anfang an eine bestehende Fangemeinde haben, auf die sie sich verlassen können. Die Sender lassen sich auch nicht davon beirren, dass viele dieser Serienadaptionen kein großes Publikum finden und schnell abgesetzt werden. Hat CBS wirklich erwartet, dass eine "Rush Hour"-Serie ohne Jackie Chan und Chris Tucker die Fans der Filmreihe vor die Fernseher locken würde? Gerade letztes Jahr fielen die Sender mit ihren Serienadaptionen ordentlich auf die Schnauze. "Minority Report", "Rush Hour", "Uncle Buck" und "Limitless" wurden aufgrund niedriger Zuschauerzahlen allesamt nach nur einer Season abgesetzt.

Getreu dem Motto "Neue Saison, neues Glück", gingen im Herbst und im Winter in den USA wieder mehrere Film-zu-Serie-Adaptionen an den Start – und lagen diesmal tatsächlich besser in der Zuschauergunst. Zwar wurden "Frequency" und "Training Day" ebenfalls nach jeweils einer Staffel abgesägt (bei der letzteren spielte sicherlich auch der Tod des Hauptdarstellers Bill Paxton eine Rolle), doch mit "Westworld", "Lethal Weapon", "The Exorcist" und "Taken" wurden gleich vier solcher Serienadaptionen um eine zweite Stzaffel verlängert.

Gerade bei "Taken" hätte ich nicht damit gerechnet, dass sich die Zuschauer mit der Prequelserie zu Luc Bessons 96-Hours-Reihe ohne Liam Neeson in der Rolle von Bryan Mills anfreunden würden. Es war schließlich größtenteils Neeson zu verdanken, dass 96 Hours und dessen Nachfolger deutlich größeren weltweiten Erfolg fanden, als andere europäisch produzierten Actionfilme aus Luc Bessons EuropaCorp-Schmiede. Als neuer Bryan Mills besitzt "Vikings"-Star Clive Standen immerhin unverkennbare Ähnlichkeit zu einem jungen Liam Neeson und vermutlich hat die Serie nicht nur Fans der Filme angelockt, sondern auch andere Zuschauer, die Lust auf flotte, actionreiche Unterhaltung hatten. Mit ihrer Vorlage hat die Serie, abgesehen vom Namen der Hauptfigur, sowieso herzlich wenig zu tun und spielt in unserer Zeit, obwohl sie eigentlich ein Prequel ist.

Die von NBC vergangenen Monat bestellte zweite Staffel der Serie wird deutlich länger sein als die erste und 16 Episoden beinhalten (anstelle von nur zehn). Hinter den Kulissen wird es einen Regimewechsel geben, der auch Auswirkungen auf die Gestaltung der Serie haben soll. Der bisherige Showrunner Alexander Cary nahm den Hut und an seine Stelle kommt Greg Plageman, der zuletzt "Person of Interest" produzierte und mehrere Folgen der Thrillerserie schrieb. Unter seiner Kontrolle soll die 2. Staffel mehr Procedural-Elemente aufweisen, nicht unähnlich den NBC-Hits "The Blacklist" und "Blindspot". Die zweite "Taken"-Staffel wird ab Herbst freitags im Anschluss an die neuen "Blindspot"-Folgen bei NBC ausgestrahlt werden. Derweil bleibt Standen auch trotz seiner Verpflichtungen "Vikings" weiterhin treu und wird als Rollo in der 5. Staffel der Serie wieder zu sehen sein.

Unten findet Ihr einen Trailer zu "Taken", die bislang noch nicht ihren Weg ins deutsche Fernsehen gefunden hat:

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