Quelle: TVLine

Während Comicbuchverfilmungen in den Kinos regelmäßig für Blockbuster-Einnahmen und neue Box-Office-Rekorde sorgen, haben es Comic-Serien im Network-Fernsehen offenbar etwas schwerer, das Interesse der Zuschauer aufrechtzuerhalten. Das liegt möglicherweise daran, dass viele Fans solcher Serien diese nicht bei der Erstausstrahlung live konsumieren, sondern stattdessen zeitverzögert über Aufnahmen, VOD-Dienste oder andere Streaming-Angebote (legal wie illegal).

Was auch immer die Erklärung ist, der Abwärtstrend bei „Gotham“ und „Supergirl“ schritt am Montag weiter voran. Die 10. Folge der zweiten „Gotham“-Staffel verlor 8% ihrer Zuschauer von der Vorwoche und stürzte mit nur 4 Millionen auf ein neues Serientief nach Gesamtzuschauer. Gegenüber der entsprechenden Folge der ersten Staffel bedeutete die Zahl sogar einen Verlust von knapp 34%. In der Zielgruppe 18-49 baute die Serie ebenfalls leicht ab und erreichte diesmal nur 1,4 Millionen, was aber immerhin kein neuer Tiefstand ist. Die im Anschluss ausgestrahlte Serienadaption „Minority Report“ hat sich wieder einmal unterboten. Sowohl nach Gesamtzuschauern (1,5 Millionen, 13% unter der Vorwoche) als auch in der Zielgruppe (500,000, 29% unter der Vorwoche) erreichte die Serie neue Tiefen und bestätigte ihren Status als einer der größten Quotenflops der Saison.

Der Sinkflug von „Supergirl“ ging bei CBS derweil weiter. Zum vierten Mal in Folge verlor die Comic-Serie Zuschauer und erreichte mit ihrer fünften Folge nur noch 7,2 Millionen Zuschauer. Damit war es die nach Gesamtzuschauern schwächste Serie des Abends bei CBS. In der Zielgruppe 18-49 ging es sogar noch steiler bergab, um 17% auf 1,5 Millionen Zuschauer. Verglichen mit dem Serienstart vor vier Wochen hat „Supergirl“ bereits 45% der Zuschauer und mehr als 50% in der werberelevanten Zielgruppe verloren. Zwar sollten die Zahlen vermutlich gut genug für eine Verlängerung sein, wenn der Trend aber in der zweiten Staffel so weitergeht, würde ich mir Sorgen machen.

Die neuste Episode von „Scorpion“ blieb mit 9 Millionen Zuschauer und 1,7 Millionen in der Zielgruppe mehr oder weniger auf Vorwochenniveau. „Navy CIS: Los Angeles“ erreichte 7,8 Millionen Zuschauer und stieg in der Gunst der Zielgruppe 18-49 auf 1,2 Millionen leicht hinab.

Bei ABC blieb „Castle“ auf dem stabilen niedrigen Niveau der Staffel. Die letzte Folge vor der Winterpause erreichte 6,7 Millionen Zuschauer, davon 1,1 Millionen in der relevanten Zielgruppe. Die Werte waren nahezu identisch mit der Vorwoche.

Das Midseason-Finale von „Blindspot“ fiel um 9% auf 7 Millionen Zuschauer und erreichte in der Zielgruppe 1,9 Millionen, 10% unter der Vorwoche.

Die beiden Montagsserien von The CW ließen wieder zu wünschen übrig. Während „Crazy Ex-Girlfriend“ mit 880,000 Zuschauern (300,000) in der Zielgruppe schwach, aber stabil blieb, gab „Jane the Virgin“ um 11% nach und kam auf knapp eine Million Zuschauer, davon nur 400,000 in der Zielgruppe.