Tom Hardy im Dokumentarfilm "Poaching Wars" (2013) © ITV

Quellen: Latino Review, Cinema Blend

Superheldenfilme sind heutzutage gar nicht mehr wegzudenken und nicht selten sind es gerade die Bösewichte, die einen solch einzigartigen Reiz an ihnen auslösen. In der kommenden DC-Comicverfilmung Suicide Squad werden eben jene Superschurken auf eine tödliche Mission geschickt, um etwas Gutes für die Regierung zu tun und sich ihre Freiheit zu verdienen. Der Haken an der ganzen Sache: Nicht umsonst heißt die Truppe übersetzt Selbstmordkommando, denn die Verbrecher werden mit dem Hintergedanken eingesetzt, dass sie bei diesem Auftrag ums Leben kommen und so keinen weiteren Ärger mehr veranstalten können.

Im Dezember berichteten wir euch zuletzt von dem prestigeträchtigen Cast, den sich Warner Bros. für den Film gesichert hatte, unter anderem Jared Leto (Dallas Buyers Club) als Joker und Will Smith (Men in Black) als Deadshot. Auch Tom Hardy (The Drop – Bargeld) sollte bis vor Kurzem noch mitspielen, doch nun verkündete der britische Schauspieler, dass er aus dem Projekt ausgestiegen sei. Grund sei wohl, dass ihm das fertige Drehbuch zu Suicide Squad einfach nicht zugesagt hat; man muss dazu anmerken, dass die Schauspieler anfangs unterschrieben haben, ohne ein Skript bekommen zu haben. Ihm scheint wohl außerdem die drastische Entwicklung seines Charakters Rick Flag einfach nicht zu gefallen und man munkelt, eine Reduzierung von Hardys Screentime zugunsten von Jared Leto und Will Smith sei ein weiterer wichtiger Faktor für seinen Rückzug gewesen.

Das alles wirft natürlich in erster Linie kein gutes Licht auf den Film, weswegen auch schon eifrig nach einem neuen Mann für die Rolle gesucht wird. Das aktuell am wahrscheinlichsten klingendeSuicide Squad Tom Hardy Jake Gyllenhaal Gerücht dreht sich um Jake Gyllenhaal (Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis, Bild rechts), der wohl vom Studio ins Auge genommen wurde, um Tom Hardy zu ersetzen. Gyllenhaal wäre nach seiner letzten Rolle im Boxer-Drama Southpaw sicherlich noch in sehr guter Form, aber offizielle Statements blieben bis jetzt noch aus. Ein weiterer Punkt, der für ihn spricht, ist, dass er mit David Ayer, der als Regisseur fungieren wird, schon im Cop-Thriller End of Watch zusammenarbeitete.

Ohne offizielle Meldung bleibt alles Weitere natürlich Spekulation, und ob man Jake Gyllenhaal als Rick Flag sehen will, bleibt einem natürlich selbst überlassen. Ich halte ihn für einen stark unterschätzten Schauspieler und freue mich auch sehr auf Suicide Squad, doch mag mir der Gedanke nicht aus dem Kopf gehen, dass diese Rolle irgendwie nicht auf ihn passt. Ich sehe ihn sehr gerne in seinen Performances, in denen man merkt, dass er sich wirklich viele Gedanken über seine Charaktere macht, und wünsche mir für ihn größere und bessere Rollen, als die eines relativ unbekannten Comic-Bösewichts, der weniger in den Fokus rücken soll, doch andererseits kenne ich die Comics und somit auch den Charakter nicht genau und kann mir demnach auch einfach nicht richtig ausmalen, wie das aussehen würde.

Ob mit oder ohne Gyllenhaal, Suicide Squad kommt am 5. August 2016 in die US-Kinos. Der deutsche Starttermin steht bislang nicht fest. Neben Leto und Smith, sind außerdem bereits Margot Robbie (The Wolf of Wall Street) als Jokers Assistentin Harley Quinn und Oscar-Nominee Viola Davis (The Help) als Amanda Waller, die knallharte Chefin der Organisation, die den Suicide Squad auf seine Missionen schickt, an Bord.