Quelle: 24 Hours

Diesen September feiert einer der größten Horror-Romane des vergangenen Jahrhunderts sein 30. Jubiläum. Umso verrückter ist es eigentlich, dass Stephen Kings „Es“ noch nie fürs Kino adaptiert wurde. Natürlich gibt es die zweiteilige TV-Miniserie von 1990, in der Tim Curry als Pennywise einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen Furcht und Schrecken einjagte und vermutlich für die größte Welle von Coulrophobie (gemeinläufig: Clownphobie) sorgte, die die Welt je gesehen hat. Doch abgesehen von Currys zweifellos beängstigend guter Performance ist die TV-Adaption sichtlich gealtert und wird dem komplexen Roman von Stephen King nur bedingt gerecht. Und obwohl man bei den Meldungen zu diesem Film die üblichen Unkenrufe der Remake/Reboot-Hasser hört, Fakt bleibt, dass „Es“ noch nie als Film für die Leinwand adaptiert wurde. Die Vorlage verdient es allemal.

Ob Regisseur Andrés Muschietti und Drehbuchautor Gary Doberman dem Potenzial wirklich gerecht werden, ist eine andere Frage. Seit Cary Joji Fukunaga („True Detective“) nach drei Jahren Entwicklung letztes Jahr das Projekt aufgrund kreativer Differenzen mit dem Studio verlassen hat, hängt ein Schatten von „Was wäre wenn?“ über der Verfilmung. Muschietti hat mit Mama zwar ein gutes Händchen für Horror bewiesen, doch im Gegensatz zu Fukunaga wirkt er nicht wie ein Visionär, sondern eher wie ein solider Handwerker. Nichtsdestotrotz wäre ich mittlerweile einfach nur dankbar, wenn der Film endlich in die Gänge kommt, und danach sieht es jetzt aus. Entgegen der früheren Behauptung des Produzenten Roy Lee, laut der die Dreharbeiten erst später im Laufe des Jahres in Kalifornien beginnen würden, sollen die Kameras am Set von Es bereits ab Juni laufen, und zwar in Toronto. Das berichtet die kanadische Zeitung 24 Hours und wird dabei ganz präzise. So sollen die Dreharbeiten zu Es in Toronto vom 27. Juni bis zum 6. September laufen, also im Prinzip den ganzen Sommer lang.

Sollte dies tatsächlich zutreffen, bedeutet es zwei Dinge. Erstens, dass Es höchstwahrscheinlich schon nächstes Jahr in die Kinos kommen wird. Zweitens, dass uns in den nächsten Wochen viele Casting-Bekanntmachungen erwarten, denn in knapp mehr als zwei Monaten soll es ja schon losgehen.

Andererseits darf man nicht vergessen, dass wir vor etwa 11 Monaten bereits an diesem Punkt waren. Fukunaga besetzte bereits den jungen Will Poulter (Maze Runner) als Pennywise und der Dreh sollte wenige Wochen später beginnen, als der Regisseur plötzlich von Bord ging und die Fortschritte des Films zunichte gemacht wurden. Daher freue ich mich erst richtig, wenn die erste Klappe am Set gefallen ist.

Die Verfilmung soll übrigens als Zweiteiler erscheinen, eine Idee, die von Fukunagas Plänen übrig geblieben ist. Ein Teil wird aus der Sicht der Kinder, wenn sie zum ersten Mal gegen das unheimliche Wesen Es kämpfen, erzählt, der andere aus der Sicht der Erwachsenen, die in ihre Heimatstadt Derry zurückkehren, um Es endgültig das Handwerk zu legen. Zur Freude der Fans wurde vor einiger Zeit bekannt, dass die Adaption nicht jugendfrei sein soll und ein R-Rating tragen wird. Wer die Romanvorlage kennt, weiß, dass dies bei getreuer Umsetzung wirklich gerechtfertigt ist.

Freut Ihr Euch auf die Es-Kinofilme?