Star Trek Serie CBS

Quelle: Latino Review

Ist das die Meldung, auf die "Star Trek"-Fans bereits seit zehn Jahren warten? Das könnte sie sein. Wie bei allen exklusiven Insider-Meldungen des Online-Portals Latino-Review, muss man auch hier vorsichtig sein. Zwar hat die Website bereits einige große Knaller gebracht, die sich auch bewahrheitet haben (ich möchte also keineswegs anzweifeln, dass sie ihre Quellen haben), jedoch nicht alles, was sie schreiben, sollte man für bare Münze nehmen. Die vorliegende News ist jedoch zu interessant, um sie zu ignorieren und der Autor scheint sich des Wahrheitsgehalts sehr sicher zu sein – "Star Trek" soll wieder ins Fernsehen kommen!

Seit 1966 wurde Gene Roddenberrys Universum in fünf Realserien und einer Zeichentrickserie verarbeitet. "Raumschiff Enterprise" machte selbstverständlich vor fast 50 Jahren den Anfang, die Animationsserie folgte in den Siebzigern, doch erst Ende der Achtziger wurde "Star Trek" so richtig heiß im Fernsehen. "Star Trek: The Next Generation" stellte 1987 den Trekkies eine neue "Enterprise"-Crew mit Picard, Riker, Crusher, Data und den anderen vor. Noch kurz vor dem Ende der sieben Staffeln dauernden Laufzeit der Serie begann die Ausstrahlung von "Star Trek: Deep Space Nine" und zwei Jahre darauf die von "Star Trek: Voyager". Auch diese beiden Serien liefen jeweils sieben Staffeln lang und bauten die "Star Trek"-Fangemeinde immer weiter aus. Die letzte "Star Trek"-Serie, "Star Trek: Enterprise", begann dann 2001 und endete 2005. Zu jenem Zeitpunkt schien das "Star Trek"-Franchise am Ende zu sein. Die Einschaltquoten von "Star Trek: Enterprise" waren im Keller, die Kritiken gemischt und Star Trek: Nemesis floppte drei Jahre zuvor gnadenlos an den Kinokassen. Trotz einer der aktivsten und engagiertesten Fangemeinden der Welt, wurde "Star Trek" nur noch als Nischenunterhaltung gesehen, etwas für "Nerds" und nicht tauglich für den Mainstream-Erfolg. J.J. Abrams bewies vier Jahre später das Gegenteil. Sein Quasi-Reboot von Star Trek wurde zu einem Megahit im Kino, erntete sehr positive Rezensionen und erreichte Millionen neuer Fans, auch wenn es gerade einige ältere Anhänger vergraulte. Auch Star Trek into Darkness war ein sehr großer Erfolg und der dritte Kinofilm soll bereits nächsten Sommer in die Kinos kommen.

Bereits 2006 wurden zwei konkurrierende Konzepte für eine "Star Trek"-TV-Serie entwickelt. Eins von Bryce Zabel und J. Michael Straczynski ("Babylon 5"), das das "Star Trek"-Universum komplett rebootet hätte und ein anderes von Geoffrey Thorne, dem Autor von Serien wie "Criminal Intent" und "Leverage". Seine Version, die er gemeinsam mit Bryan Singer (X-Men), Christopher McQuarrie (Mission: Impossible – Rogue Nation) und dem Produzenten Robert Burnett entwickelt hat, trug den Arbeits titel "Star Trek: Federation" und hätte zwar im bestehenden Universum gespielt, jedoch viele Jahre nach "Deep Space Nine" und "Voyager". Die utopische Föderation wäre zu dem Zeitpunkt zerfallen. Vulkanier hätten sich aus der Föderation zurückgezogen und mit den Romulanern wiedervereint, die Bajoraner hätten sich ebenfalls zurückgezogen und wären ein Planet voll mit religiösen Mönchen geworden. Klingonen wären nicht mehr so besessen vom Krieg, sondern wären zu kriegerischen Mystikern geworden. Cardassianer hätten den Krieg aufgegeben und wären eine Rasse von Künstlern und Philosophen geworden. Diese sind einige der drastischen Veränderungen, die Thornes Entwurf für die neue Serie vorgesehen hat. Mit dem Erfolg von Abrams' Filmen wurden alle Serienideen jedoch vorerst auf Eis gelegt – scheinbar bis jetzt.

Laut Latino Review könnten die gleichen Leute, die an der Entwicklung von "Star Trek: Federation" beteiligt waren, auch die neue "Star Trek"-Serie für CBS konzipieren. Angeblich soll Bryan Singer die Serie gemeinsam mit Robert Burnett produzieren. Burnett ist übrigens auch einer der Produzenten des über Crowdfunding finanzierten Fanfilms "Star Trek: Axanar". Den Kurzfilm "Prelude to Axanar", mittels dessen das Budget für den Hauptfilm gesammelt wurde, könnt Ihr unten sehen. Das Video zeigt, dass heutzutage auch mit geringen Mitteln eine gut aussehende Weltraumserie auf die Beine gestellt werden kann. Auch das "Battlestar Galactica"-Reboot aus dem letzten Jahrzehnt hat eben dies bewiesen. Ob die Trekkies die neuen Star-Trek-Filme mögen oder nicht, man kann nicht abstreiten, dass sie die Marke "Star Trek" wieder sehr populär gemacht haben und das macht eine neue TV-Serie für die Fernsehsender lukrativer. Ob CBS "Star Trek" tatsächlich eine neue Serie spendieren wird, dürfen wir hoffentlich bald offiziell wissen. Es wäre jedenfalls an der Zeit…