Spectre Bond Girls

Quelle: USA Today

In einem James-Bond-Film erwarten die Fans ganz bestimmte Bond-Markenzeichen – das coole Auto, die Gadgets, einen extravaganten Bösewicht, den stylischen Vorspann und last, but not least, die Bond-Girls. Der letzte Punkt wurde bei den letzten beiden Bond-Filmen besonders bemängelt. Nachdem Casino Royale mit der unvergleichlichen Eva Green als Vesper Lynd eins der besten Bond-Girls seit Langem hatte, konnte Ein Quantum Trost mit Olga Kurylenko weniger überzeugen und 007 durfte mit ihr ausnahmsweise nicht einmal in die Kiste hüpfen. Das änderte sich zwar bei Skyfall dank der von Bérénice Marlohe gespielten Femme Fatale, doch auch sie spielte letztlich eine geringe Rolle und zwischen Naomie Harris' Moneypenny und Bond sprühten zwar reichlich Funken, doch mehr auch nicht. Bonds Qualitäten als Womanizer waren in dem Film nebensächlich. Geschadet hat es Skyfall nicht (man könnte auch sagen, dass Judi Denchs M das wahre Bond-Girl des Films war), doch während sich der Film insgesamt mehr in die Richtung eines klassischen James Bonds bewegte, fehlte dieses Element noch. Doch keine Sorge, es ist eine stetige Entwicklung und die Bond-Girls im neusten Film, Spectre, sind zahlreich.

Spectre, der am 5.11. in unseren Kinos startet, hüllt sich in einen Mantel des Schweigens, was Details zu dem Plot und den Charakteren des Films angeht. Wir wissen zwar schon seit dem Drehbeginn die Namen der neuen Frauen an der Seite von Bond, jedoch nichts über deren Rollen. In Erwartung des schon sehr bald anstehenden neuen Trailers, hat Sony Pictures den Schleier der Geheimhaltung ein wenig gelüftet und brandneue Bilder der Bond-Girls von Spectre samt zusätzlichen Informationen veröffentlicht.

Spectre Bond Girls Seydoux

Léa Seydoux (Blau ist eine warme Farbe) spielt Madeleine Swann. Ihre Figur wird als Ärztin und Tochter eines Killers beschrieben, die Bond in ihrer österreichischen Klinik trifft. Zwischen den beiden sprühen zwar Funken, doch ihre erste Begegnung gelinde gesagt abrupt verlaufen. Könnte sie die Tochter des von Christoph Waltz gespielten Bösewichts Oberhauser (oder Blofeld?!) sein? Die verführerische Französin scheint wie geschaffen für den Part eines Bond-Girls zu sein und spielte bereits in einem anderen Agenten-Franchise eine tödliche Femme Fatale (Mission: Impossible – Phantom Protokoll).

Spectre Bond Girls Bellucci

Monica Bellucci ist Lucia Sciarra und mit 50 Jahren das bislang älteste Bond-Girl – nicht dass es der ewigen Schönheit anzumerken wäre. Bond trifft auf sie in Italien auf der Suche nach Informationen. Sie ist die Witwe eines Mafioso und die Mörder ihres Ehemannes könnten auch hinter ihr her sein. Sie kommt aus einer Männerwelt, doch wenn sie die Anziehung merkt, die sie auf Bond ausübt, vertraut sie auf ihn als ihren Retter.

Spectre Bond Girls Sigman

Am geheimnisvollsten ist die Rolle von Stephanie Sigman (Miss Bala). Sigman kam sehr spät zu der Produktion dazu und spielt Estrella. Ihren Nachnamen darf die mexikanische Schauspielerin aufgrund der höchsten Geheimhaltung nicht verraten, was einen natürlich auf Anhieb neugierig macht. Die Mimin erklärte, dass sie viel von sich selbst in der Figur wiederfindet. Sie beiden mögen Spaß und seien fröhlich. Es sei leicht für Sigman gewesen, Estrella zu spielen: sie ging einfach mit dem Strom und blieb sie selbst.

SpectreHarris

Zu guter Letzt ist hier auch noch Naomie Harris' Moneypenny, die, je nachdem wie man es sieht, entweder das ultimative Bond-Girl oder gar kein Bond-Girl ist. Die Ereignisse von Skyfall, während welcher sie James Bond aus Versehen fast erschossen hat, führten dazu, dass sie noch einmal abgewogen hat, was sie in ihrem Beruf und ihrem Leben tun will. Sie möchte auf eine andere Weise unterstützen. In Spectre erleben wir ihre neue Reife und Bodenständigkeit.

An schönen Frauen wird es James Bond in Spectre also definitiv nicht mangeln und das ist zumindest ein Punkt, in dem Spectre Skyfall bereits überlegen ist. Die anderen dürften etwas schwieriger sein, insbesondere was den Bösewicht betrifft (die Rolle ist bei Waltz natürlich in guten Händen) und M, erstmals seit den Achtzigern nicht von Judi Dench gespielt, sondern von Ralph Fiennes. Ich habe aber keinen Grund, nicht auf Regisseur Sam Mendes und sein Team zu vertrauen.