Sin City Serie

© Miramax

Quelle: Deadline

Noch bevor Sin City: A Dame to Kill For 2014 in die Kinos kam (und gnadenlos floppte) war die Rede nicht nur von einem dritten Film, sondern auch von einer möglichen TV-Serie basierend auf Frank Millers Kult-Graphic-Novel. Doch auch ein offenherziger Auftritt der reizenden Eva Green lockte keine Zuschauer in die Kinos für das viel zu spät produzierte Sequel und nachdem A Dame to Kill For weltweit keine $40 Mio einspielte (bei einem Budget von $65 Mio), verstummten alle Gespräche über ein weiteres Sequel oder eine Serie.

Doch mit bekannten Markennamen ist es in Hollywood wie mit Jason Voorhees – sie sterben nie. The Weinstein Company hat jetzt offiziell mit der Entwicklung einer TV-Serie basierend auf Millers Comics begonnen. Diese soll in keinem Zusammenhang mit den beiden bisherigen Verfilmungen stehen und neue Charaktere und Zeitlinien einführen. Dabei ist es nicht einmal klar, ob die Serie überhaupt irgendwelche von Millers Geschichten direkt adaptieren oder sich einfach nur von seiner Noir-Welt des korrupten Molochs Basin City inspirieren lassen wird. Glen Mazzara, der ehemalige Showrunner von "The Walking Dead" und Schöpfer der kurzlebigen Horrorserie "Damien", schreibt das Drehbuch zur Pilotfolge von "Sin City" und wird die Serie auch produzieren. Für die Regie der ersten Folge konnte Underworld-Regisseur Len Wiseman gewonnen werden. Für ihn wird es bereits die vierte Regiearbeit bei einer Serie sein. Er inszenierte in Vergangenheit die Pilotfolgen von "Sleepy Hollow", "Hawaii Five-0" und "Lucifer". Alle drei gingen nicht nur in Serie, sondern kamen sogar auf mehrere Staffeln, was ein gutes Zeichen für die Zukunft der "Sin City"-Serie ist. Robert Rodriguez, der gemeinsam mit Frank Miller die beiden Sin-City-Filme inszenierte, scheint an der Serie überraschenderweise gar nicht beteiligt zu sein.

Wo die "Sin City"-Serie letztlich laufen wird, ist noch unbekannt, doch diverse Senders bzw. Plattformen bekundeten bereits ihr Interesse. Angesichts der grafischen Natur der Vorlage, wäre entweder ein Kabelsender wie Starz oder Showtime oder ein VOD-Anbieter wie Netflix oder Amazon angemessen. So oder so wird es die neue Adaption nicht einfach haben, sich bei einem Serienbudget mit den hochstilisierten Kinofilmen von Robert Rodriguez zu messen. Auch die gigantische Starbesetzung, die insbesondere beim ersten Film einen großen Reiz darstellte, als das Konzept noch relativ neu war, wird bei der Serie vermutlich entfallen. Dennoch bin ich gespannt, denn an sich eignet sich "Sin City" gut für ein serielles Format.

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