Scarface Remake

Quelle: Deadline

Wenn es bereits zwei gute Filme mit dem selben Thema gibt, warum also nicht einen dritten machen? So stelle ich mir die Gedankengänge bei Universal Pictures vor, wo seit Jahren an einem weiteren Remake von Scarface gearbeitet wird. Wie viele von Euch sicherlich wissen, wurde der erste Scarface 1932 von Howard Hawks inszeniert, und handelte vom Aufstieg (und Fall) des italienischen Immigranten Tony Camonte (Paul Muni) in der Gangsterwelt von Chicago während der Prohibitons-Ära. Noch mehr Leuten dürften mit Brian De Palmas Remake mit Al Pacino von 1983 vertraut sein, in Pacino den kubanischen Immigranten Tony Montana spielte, der den Kokainhandel von Miami beherrschte. Beide Filme waren sehr stark in ihrer jeweiligen Zeitepoche verankert. Vielleicht ist das ja auch die Motivation dahinter, Scarface ein moderneres Update zu verpassen. Aus welchem Land wird wohl der neue Tony kommen und womit wird er handeln?

Das wissen wir noch nicht, dafür aber den neuen Regisseur des Remakes, das 2013 noch David Yates (Harry-Potter-Reihe) und 2014 Pablo Larraín (El Club) anvertraut wurde. Jetzt soll sich Antoine Fuqua des Films annehmen. Er hat schließlich erst kürzlich das Remake eines Filmklassikers inszeniert, Die glorreichen Sieben. Angesichts seiner häufigen Kollaborationen mit Denzel Washington könnte man fast glauben, dass er direkt schon den Darsteller des neuen Tonny hätte, doch erstens ist Washington vermutlich schon etwas zu sehr in die Jahre gekommen für den Part und zweitens hat er mit American Gangster bereits einen (zu) ähnlichen Film in seiner Filmografie.

Das Drehbuch zum neuen Scarface schrieb Jonathan Herman (Straight Outta Compton), ein früherer Entwurf stammte noch aus der Feder des Training-Day-Autors und Suicide-Squad-Regisseurs David Ayer. Wird Fuqua das schaffen, woran Yates und Larraín vor ihm scheiterten, und Scarface neues Leben im Kino einhauchen? Und ist das denn wirklich nötig?