© 1985 TriStar Pictures

Quelle: The Hollywood Reporter

Dieser Tag musste wohl irgendwann kommen. Es fällt dennoch schwer, einen so eklatanten Mangel an Originalität einfach hinzunehmen. Das Industrie-Portal The Hollywood Reporter berichtet, dass Avi Lerners Produktionsfirma Nu Image/Millennium Films, die u. a. hinter der Expendables-Reihe steckt, ein Reboot von Sylvester Stallones Action-Franchise Rambo entwickelt. Ganz genau, Rambo soll mit einem neuen Hauptdarsteller neu aufgerollt werden. Der neue Film soll die Abenteuer der ursprünglich in David Morrells Roman „Erstes Blut“ von 1972 erschaffenen Figur (die im Roman jedoch deutlich brutaler angelegt wurde und an dessen Ende auch stirbt) fortsetzen, wobei es nicht bekannt ist, ob Rambo wieder ein traumatisierter Veteran des Vietnamkriegs sein wird oder ob seine Hintergründe im Reboot modernisiert werden und er aus dem Afghanistan- oder Irakkrieg zurückkehrt. Die meisten erinnern sich heutzutage an die Rambo-Reihe als deftige Krawall-Actioner, doch der erste Film von 1982 war ein verhältnismäßig ruhiges und einfühlsames Portrait eines kaputten Mannes, der seine traumatischen Kriegserlebnisse nie verarbeitet hat. Ich bezweifle irgendwie, dass sich dieser Ansatz in dem vermutlich stark actionorientierten Reboot wiederfinden wird.

Die Verantwortlichen für das Reboot fackeln nicht lange und haben bereits einen Autor und einen Regisseur für das Reboot bestimmt. Newcomer Brooks McLaren schreibt das Skript und der israelische Regisseur Ariel Vroman (Das Jerico Projekt, The Iceman) wird Regie führen.

Lange Zeit hatte Sylvester Stallone vor, die Rolle von John Rambo in einem fünften Film zu verkörpern – zur großen Freude seiner Fans, die vom vierten Teil John Rambo überwiegend begeistert waren. Doch nach vielfacher Ankündigung, warf Stallone das Handtuch hin mit der Begründung, dass das Herz zwar willig sei, der Körper sich aber weigere. Mit 70 Jahren ist Stallone nun mal nicht mehr der Jüngste. Letztes Jahr tauchten dann neue Gerüchte auf, „Rambo“ würde als TV-Serie verarbeitet werden, mit Rambos Sohn als neue Hauptfigur und gelegentlichen Auftritten seines Vaters als Mentor, woraufhin Stallone, der zu dem Zeitpunkt dank Creed – Rocky’s Legacy als starker Oscarkandidat galt (leider verlor er später and Mark Rylance),  seine Beteiligung an der Serie vehement verneinte und auch seine Zweifel darüber äußerte, ob ein Projekt mit Rambos Sohn in der Hauptrolle großen Anklang finden würde.
Nicht anders sehe ich das bei dem Reboot. Manche Charaktere können unabhängig von ihren Darstellern existieren, wie Batman oder James Bond. Andere sind im kollektiven Bewusstsein untrennbar mit ihren Darstellern verbunden und wurden von ihnen auch maßgeblich geprägt. Und wer denkt bei John Rambo nicht automatisch an seinen Star? Um es im Klartext zu sagen: das Remake ist eine dämliche Idee und das wird man bei Nu Image noch früh genug zu hören bekommen. Hat man denn nichts von The Transporer Refueled gelernt?! Und Jason Stathams Frank Martin ist kein annähernd so kultiger Charakter wie Stallones Rambo…
Was haltet Ihr von der Idee?