Prison Break 2016

Nachfolgender Artikel enthält Spoiler zu "Prison Break: The Final Break"

Vor einigen Wochen berichteten wir bereits von fortschreitenden Plänen für ein Revival von "Prison Break", jetzt wurde es von offizieller Seite bestätigt: Fox wird "Prison Break" als 10-teilige Miniserie zurück auf die Mattscheibe bringen und folgt dabei einem neuen Trend, der durch die Wiederbelebung von "24" als Miniserie im vergangenen Jahr initiiert wurde und viel positives Echo erfuhr.

Demnach werden Wentworth Miller und Dominic Purcell, die das Gebrüderpaar Scofield in der alten Serie verkörpert haben, für den Neuaufguß zurückkehren. Fox' Vize-Geschäftsführerin Dana Walden verprach außerdem, dass wir noch einige weitere bekannte Charaktere aus der Original-Serie wiedersehen werden, ohne jedoch konkrete Namen zu nennen.

Die Miniserie wird von Fox als Sequel beschrieben, das einige Jahre nach den Ereignissen der letzten Staffel ansetzen wird und Bezug nimmt auf offene Fragen, die uns das Serienende hinterlassen hat. "Aber da war doch noch was" wird sich der ein oder andere ehemalige Prison Break-Zuschauer nun vielleicht zurückerinnern. Richtig, Michael Scofield wurde ja eigentlich in dem 90-minütigen Film "The Final Break", der die Serie abgeschlossen hat, in den wohl verdienten Serientod befördert. Aber dafür hat Serienschöpfer Paul Scheuring eine ganz einfache Lösung im Sinn: der Film wird ganz geschmeidig ignoriert, als hätte es ihn nicht gegeben. Einfach clever der Mann, darauf wäre ich niemals gekommen. Zumindest soll es nach Einschätzung von Dana Walden eine plausible und glaubwürdige Erklärung geben, warum die Figuren auch Jahre später noch am Leben sind.

Ich persönlich bin nicht besonders begeistert von dem angesäumten Sequel. Nicht nur wegen all der Widersprüche, die sich zwangsläufig ergeben werden, sondern vielmehr, weil ich Serienproduzent Paul Scheuring nach den Eindrücken der letzten beiden Staffeln von Prison Break sowie seiner erfolglosen neuen Serienschöpfung "Zero Hour" vor zwei Jahren kaum noch etwas zutraue. Nachdem mich die ersten beiden Prison Break-Staffeln noch regelrecht vor den Fernseher gebannt haben, schien der Ideenreichtum der Autoren mit Beginn der dritten Staffel vollkommen erschöpft. Ein sich wiederholender Knastplot und vollkommen absurde und konstruierte Handlungsstränge haben den guten Leumund, den sich die Serie in zwei Staffeln aufgebaut hat, mit Hochgeschwindigkeit gegen die Wand gefahren. Ob ich der Miniserie nochmal eine Chance gebe, wird wohl von der Rückkehr einiger alter Charaktere abhängen. Insbesondere T-Bag muss zurückkehren, sonst kann mir das Revival eigentlich gestohlen bleiben.