Outsiders Ende

© WGN America

Quelle: The Hollywood Reporter

Wenn eine Serie vor ihrem natürlichen, von den Machern geplanten und beabsichtigten Ende abgesetzt wird, hat das meist einen Grund – schlechte Einschaltquoten. Doch manchmal kommt es auch vor, dass eine Serie eingestellt wird, obwohl die Zuschauerzahlen mehr als zufriedenstellend sind. Diese bittere Pille mussten jetzt die Fans der Dramaserie "Outsiders" schlucken. Ihr Heimatsender WGN America hat angekündigt, dass er keine dritte Staffel bestellen wrd. Die zweite Staffel wird aktuell in den USA ausgestrahlt und endet am 25. April. Diese Entscheidung muss für alle sehr überraschend kommen, denn "Outsiders" ist die erfolgreichste Serie, die WGN jemals im Programm hatte, und die Einschaltquoten der zweiten Staffel haben gegenüber der ersten auch nicht nachgelassen. Im Schnitt wird jede Folge von etwa 2 Millionen Zuschauern gesehen. Was könnte also der Grund für diese seltsame Entscheidung sein?

Die Antwort ist ein Strategiewechsel des Senders. Peter Kern, CEO des Medienunternehmens Tribune Media, dem WGN gehört, hat erklärt, dass "Outsiders" gecancelt werden musste, um Ressourcen freizumachen, damit der Sender seine Inhalte weiter expandieren kann. Damit bleibt "Underground", die von entflohenen Sklaven und dem Underground-Railroad-Netzwerk im 19. Jahrhundert handelt, die einzige eigenproduzierte Serie von WGN. Zuvor hat WGN "Salem" nach drei Staffeln und "Manhattan" nach zwei abgesetzt, wobei erstere immerhin ein richtiges Ende hatte. Kurioserweise sind die Zuschauerzahlen von "Underground" deutlich schlechter als von "Outsiders", doch es handelt sich dabei um eine Prestigeserie für WGN, weshalb sie vorerst wohl im Programm bleiben wird.

Doch es gibt noch Hoffnung für "Outsiders"-Fans. Sony Pictures Television, die Produktionsfirma hinter der Serie, wird diese demnächst anderen Sendern zur Fortführung anbieten und angesichts ihres stetigen Erfolgs bei WGN, kann ich mir vorstellen, dass es durchaus Interessenten geben könnte.

"Outsiders" handelt von einem Einsiedler-Clan in den Appalachen in Kentucky, der umgesiedelt werden soll, nachdem ein Kohle-Unternehmen die Schürfrechte an dem Berg erwirbt. Der Farrell-Clan, angeführt von Big Foster (David Morse), wehrt sich mit allen Mitteln dagegen. Doch interne Konflikte und Machtintrigen drohen die Gemeinschaft zu zersplittern.

In Deutschland erfolgte noch keine Ausstrahlung der durchaus interessant klingenden Serie. Einen Trailer zur ersten "Outsiders"-Season findet Ihr unten: