Links: Hugh Jackman in Chappie (2014) © Sony Pictures
Rechts: Noomi Rapace in The Drop – Bargeld (2014) © Fox Searchlight Pictures

Quelle: Deadline

Mit nur 11 Filmen seit 1981 ist Michael Mann nicht gerade der produktivste Regisseur Hollywoods. Dennoch gilt er dank Filmen wie Heat, Der letzte Mohikaner, Insider und Collateral als einer der besten lebenden Filmemacher. Von allen seinen Filmen haben lediglich das Frühwerk Die unheimliche Macht (OT: The Keep), Miami Vice und sein letzter Film, der Hackerthriller Blackhat, überwiegend gemischte oder negative Rezensionen erhalten, wobei ich sowohl Blackhat als auch insbesondere Miami Vice für verdammt unterschätzt halte. Beide Filme tragen unverkennbare Markenzeichen des Regisseurs und hätten in anderen Händen deutlich weniger vorzuweisen gehabt.

Sowohl kommerziell als auch in puncto Rezensionen erreichte Michael Mann mit Blackhat den Tiefpunkt seiner Karriere, doch bereits sein nächster Film könnte ihm endlich das einbringen, was ihm in seiner mehr als 30 Jahre währenden Karriere verwehrt blieb – Oscarruhm. Die Academy mag bekanntlich Filmbiografien und mit seiner 12. Regiearbeit nimmt sich Mann eine interessante Persönlichkeit vor, deren Name allen bekannt ist. Enzo Ferrari, der italienische Rennfahrer, Rennwagenhersteller und Begründer von Scuderia Ferrari, soll im Mittelpunkt von Manns Biopic stehen. Bereits im August 2015 übernahm Christian Bale, der mit Mann zuvor im Gangsterdrama Public Enemies zusammengearbeitet hat, die Rolle des Entrepreneurs. Doch das Projekt erlitt einen schweren Rückschlag, als Bale im Januar letzten Januar das Projekt verließ. Der Grund: gesundheitliche Sorgen, denn für den Part des alternden Enzo Ferrari hätte Bale ordentlich an Gewicht zulegen müssen. Nachdem er im Laufe seiner Karriere dank Filmen wie Der Maschinist, Rescue Dawn, The Fighter, American Hustle und der Dark-Knight-Trilogie mehr Pfunde verloren und zugenommen hat, als einem normalen menschlichen Körper zuzumuten ist, hat Bale Vernunft walten lassen und wollte seinen Körper diesmal schonen.

Mehr als ein Jahr später ist Michael Manns Ferrari-Film wieder auf Kurs und hat mit dem Australier Hugh Jackman einen neuen Hauptdarsteller im Visier. Der 48-Jährige ist immerhin näher an Enzo Ferraris Alter zum Zeitpunkt der Filmhandlung. Diese soll sich hauptsächlich im Jahr 1957 abspielen, ein Jahr nach dem tragischen Tod von Ferraris Sohn Alfredo, und die Konkurrenz zwischen Ferrari und Maserati beleuchten. Wenn der Zeitrahmen stimmt, dann wird Hugh Jackman einen 59-jährigen Ferrari spielen – eine machbare Herausforderung für Maskenbildner.

Neben Jackman ist auch die schwedische Schauspielerin Noomi Rapace im Gespräch für den Film. Sie soll Ferraris langjährige Geliebte Lina Lardi spielen, mit der Ferrari seinen zweiten Sohn Piero hatte, dem heutigen Vizepräsidenten von Ferrari, dem 10% der Firma gehören. Nach einer Reihe von eher enttäuschenden Hollywood-Rollen für die überaus talentierte Schauspielerin wäre das hoffentlich endlich eine Rolle, die sie wieder mehr fordern wird.

Habt Ihr Interesse an einem Ferrari-Biopic von Michael Mann und könnt Ihr Euch Hugh Jackman gut in der Hauptrolle vorstellen?