Sarah Clarke (links) und Reiko Ayelsworth (rechts) in „24“ © FOX Broadcasting

Quellen: TVLine

Die Echtzeit-Thrillerserie „24“ hat wie kaum eine andere die Fernsehlandschaft der 2000er Jahre geprägt und hatte trotz ihrer Makel eine tiefgreifende Wirkung auf die Serien, wie wir sie heute kennen. Es ist also vermutlich keine Überraschung, dass die Schauspieler der Serie auch nach dem Ablaufen ihrer Rollen im Fernsehen gut beschäftigt geblieben sind. Kiefer Sutherland war u. a. in der Mysteryserie „Touch“ zu sehen und spielt demnächst in ABCs „Designated Survivor“ ein Mitglied des US-Regierungskabinetts, der nach dem plötzlichen Tod des US-Präsidenten und aller unmittelbaren potenziellen Nachfolger, selbst zum Präsidenten wird. Carlos „Tony Almeida“ Bernard spielte in den letzten Jahren u. a. in „Hawaii Five-0“, „Major Crimes“, „CSI: Miami“ und dem „Dallas“-Reival mit. Dennis Haysbert angelte sich die Hauptrolle in der Actionserie „The Unit“, während Sutherlands Serientochter Elisha Cuthbert eine Hauptrolle in der beliebten Sitcom „Happy Endings“ spielte und aktuell in Netflix„The Ranch“ an der Seite von Ashton Kutcher zu sehen ist.

Auch Reiko Aylesworth und Sarah Clarke blieben nicht untätig. Aylesworth, die in „24“ die CTU-Agentin Michelle Dessler spielte, war u. a. in „Lost“ und „Revolution“ zu sehen. Sarah Clarke, allen „24“-Fans als verhasste Nina Myers bekannt, Doppelagentin und Mörderin von Jack Bauers Frau Teri, durfte in „Covert Affairs“ wieder einmal eine Verräterin, die für beide Seiten spielte, darstellen, und ist aktuell in Amazons Cop-Serie „Bosch“ zu sehen.

Die beiden Schauspielerinnen wurden jetzt kurz hintereinander für die laufende 13. Staffel von „Navy CIS“ rekrutiert. Wer jedoch auf eine TV-Reunion zwischen Aylesworth und Clarke hofft, wird enttäuscht sein. Aylesworth tritt lediglich in einer Gastrolle in der 22. Folge der Serie (US-Ausstrahlung am 3. Mai) auf, während Clarkes Figur erst eine Woche später in der 23. Episode einführt werden wird.

Aylesworth wird bei „Navy CIS“ Anne Marshall spielen, die Ehefrau eines Marines, der im Einsatz ist. Ihr 14-jähriger Sohn verhindert einen Hauseinbruch.

Für Sarah Clarke hat die Serie größere Pläne. Sie wird in den letzten beiden Folgen der Staffel auftreten, mit der Option, in der 14. Staffel zum Haupt-Cast befördert zu werden, wenn ihr Charakter bei den Zuschauern gut ankommt. Schließlich muss der Cast die Lücke füllen, die Michael Weatherlys Ausstieg am Ende dieser Season hinterlassen wird.

Clarke wird bei „Navy CIS“ die FBI-Agentin Tess Monroe spielen, die von der New Yorker Antiterror-Einheit nach Washington D.C. versetzt wird. Sie ist dreifach geschieden, hat keine Kinder und wird als clever, tough und gerissen beschrieben. Tess schätzt einen guten Martini und Bacon Cheeseburger, während sie Schlaf und Sex für überschätzt hält. Ihren Kollegen bietet sie auch gerne mal eine Schulter zum Anlehnen an, doch man sollte sie nicht verärgern. Es steht in der Charakterbeschreibung nichts davon, ob Tess eine Doppelagentin sein wird. Alle guten Dinge sind aber drei, oder? Unklar ist auch, was diese Neuigkeit für die Zukunft ihrer Figur bei „Bosch“ bedeutet.

Das „Navy CIS“-Team wird nach DiNozzos Ausstieg durch einen weiteren Schauspieler aufgestockt, dessen Debüt ebenfalls in der 23. Folge der Staffel am 10. Mai sein wird. Der Brite Duane Henry („Doctors“) wird Clayton Reeves spielen, der über seinen Arbeiterschicht-Hintergrund hinauswuchs und zu einem erfolgreichen MI-6-Agenten wurde. Seine Figur wird als unkonventionell, lustig und etwas großmäulig beschrieben, aber auch als jemand mit sehr großem professionellem Selbstvertrauen. Wie bei Clarke gilt auch für Henry, dass seine Figur bei guter Rezeption zu einem Hauptcharakter in der 14. Season werden könnte.