Quelle: Vertigo Films UK

Gareth Edwards' Debütfilm Monsters lief 2010, begleitet von viel Hype, beim Fantasy Filmfest (der Kinosaal war ausverkauft). Ich kann mich noch an meine Vorfreude über einen frischen Ansatz im doch so abgedroschenen Alien-Invasions-Genre erinnern. Ebenso erinnere ich mich an meine Enttäuschung. Es lag jedoch nicht daran, dass ich, wie manche andere, einen knallharten Horrorfilm oder einen Actionfilm erwartet habe. Monsters war eine Romanze vor einem Sci-Fi-Hintergrund. Mein Problem lag stattdessen darin, dass ich zwischen den beiden Hauptdarstellern (Whitney Able und Scoot McNairy) keinerlei spürbare Chemie vernommen habe und gerade diese wäre essentiell dafür gewesen, dass der Film wie vorgesehen funktioniert. Doch nicht alles war schlecht. Beeindruckt hat mich der Regisseur mit unglaublicher Atmosphäre und Set Designs, die er mit verhältnismäßig mickrigen Mitteln erzeugt hat. Scheinbar war nicht nur ich beeindruckt, denn nach Monsters wurde Edwards an ein Monster eines deutlich größeren Kalibers rangelassen – Godzilla. Sein gutes Auge bewies Edwards auch dort bei den wunderschönen und zum Teil atemberaubenden Aufnahmen, ebenso wie seinen Fokus auf menschliche Charaktere.

Doch während Edwards Monsters hinter sich gelassen hat und nach dem überwältigenden Erfolg von Godzilla aller Wahrscheinlichkeit nach nicht in nächster Zeit zu Low-Budget-Filmen zurückkehren wird, wurde eine Fortsetzung zu Monsters in Auftrag gegeben. Unter dem Titel Monsters: Dark Continent startet das Sequel im September in Großbritannien. Darin betritt ein Soldat eine "infizierte Zone", um seinen Kameraden zu finden. Im ersten Film wurde die Gegend von Nordmexiko als "infizierte Zone" vorgestellt. Dort stürzte sechs Jahre zuvor eine NASA-Sonde ab, die eine außerirdische Lebensform mit sich brachte. Daraus entwickelten sich in dieser Gegend riesige krankenartige Aliens, die die Regierung unter Quarantäne zu halten versucht (wie wir gegen Ende des ersten Films erfahren, mit relativ wenig Erfolg).

Zum neuen Film wurde jetzt ein neuer Trailer veröffentlicht und dieser lässt einen erahnen, dass der Schwerpunkt des neuen Films nicht auf einer Liebesgeschichte liegen wird, sondern eben darauf, worauf etliche Genrefans bei Teil 1 gehofft haben – Alien-Action. Auch hier feiert ein Newcomer sein Regiedebüt, Tom Green. Mal sehen, ob er es danach annähernd so weit bringen kann im Filmgeschäft wie Gareth Edwards. Im Trailer, der mit ungewöhnlicher moderner Dichtung unterlegt ist und dadurch schnell die Aufmerksamkeit fesselt, gibt es jetzt schon mehr Monster zu sehen als im gesamten ersten Film.