Quellen: Variety, Christopher McQuarrie Twitter

Wenn es um ein wirklich beständig unterhaltsames Action-Franchise geht, geht bei mir nichts über Mission: Impossible. Zwar werden v. a. beim zweiten Film mir sicherlich viele widersprechen, als reines Action-Feuerwerk finde ich John Woos Film jedoch klasse. Doch spätestens ab dem vierten Film, Mission: Impossible – Phantom Protkoll, sind die Zuschauer und die Kritiker sich einig: Tom Cruise und sein Franchise haben’s drauf! Brad Birds Beitrag hauchte dem in Augen vieler angestaubten Franchise neues Leben ein und Christopher McQuarries Mission: Impossible  Rogue Nation stellte sich als ein mehr als würdiges Sequel dazu heraus. Kein Blockbuster hat diesen Sommer so viel reinen, ungehemmten Spaß gemacht wie Rogue Nation. Auch bei den Kinogängern schlug der Film ein und nahm weltweit, wie sein Vorgänger, fast $700 Mio ein.

Ein Rezept dafür, dass die Reihe auch nach fast 20 Jahren wie eine frische Brise inmitten des überfrachteten Sommer-Blockbusterkinos wirkt, könnten die ständig wechselnden Regisseure sein, Brian De Palma legte das Fundament, John Woo, J.J. Abrams, Brad Bird und Christopher McQuarrie folgten. Jeder brachte seinen eigenen Stil und Herangehensweise mit und sorgte für reichlich Abwechslung. Aus diesem Grund sehe ich die vorrliegende Meldung ein wenig zwiespältig. Wie sich nach und nach angedeutet hat, wurde Christopher McQuarries Rückkehr als Regisseur von Mission: Impossible 6 bestätigt. Das verkündete er selbst über Twitter (unten).

Einerseits hat McQuarrie, der zuvor Jack Reacher mit Tom Cruise drehte, seine Arbeit hervorragend gemacht. Brad Bird hat die Messlatte wirklich nicht niedrig gelegt und doch konnte McQuarries mit viel Energie inszenierter Film mithalten. Doch andererseits verliert Mission: Impossible 6 mit seiner Rückkehr eben dieses kleine besondere Element – die Frische eines neuen Filmemachers. Vermutlich wollte Paramount nach einem so gelungenen Film kein weiteres Risiko eingehen und spielt nun auf Nummer sicher.

Neben Tom Cruise wurden keine weiteren Schauspieler für den Film bestätigt, auch wenn ich stark vermute, dass Ving Rhames, Simon Pegg und Jeremy Renner wieder mit von der Partie sein werden. Wessen Rückkehr jedoch zusätzlich im Raum steht, ist die von Rebeccsa Ferguson als britische Agentin Ilsa Faust. Das ist wiederum etwas, was ich voll und ganz begrüßen würde. Bislang sind die weiblichen Charaktere der Reihe in den Sequels immer unter den Tisch gefallen (Maggie Q? Paula Patton?), doch keine von ihnen hat auch zu ihren jeweiligen Filmen so viel beigetragen, wie Ferguson mit ihrer nuancierten und in Actionszenen sehr überzeugenden Performance. Für mich war sie genau so ein wichtiges Cast-Mitglied wie Cruise selbst und hat auch viel (verdientes) Screentime bekommen. Laut dem Branchenblatt Variety steht sie tatsächlich im Gespräch für Teil 6. Hoffen wir, dass es klappt.

Die Dreharbeiten zu Mission: Impossible 6 sollen bereits im August 2016 losgehen, damit der Film im Sommer 2017 in die Kinos komme kann. Bei welchen verrückten Stunts würden Ihr Tom Cruise diesmal gerne zusehen?