Master and Commander 2

Russell Crowe in Master and Commander – Bis ans Ende der Welt (2003) © 20th Century Fox

Quelle: Russell Crowe Twitter

Was haben Blade Runner 2049, Lommbock, Wall Street, TRON: Legacy und Dumm und Dümmehr gemeinsam? Es sind allesamt Sequels zu beliebten Filmen, die erst viele Jahre nach den Originalen produziert wurden, nachdem diese ihren Kultstatus unter Filmfans zementiert haben. Jetzt könnte sich ein weiteres Beispiel zu den oben genannten gesellen.

Wenn man nach den Lieblingsfilmen unter der Beteiligung von Russell Crowe fragt, ist Gladiator vermutlich die häufigste Antwort. Schließlich brachte der Film dem Australier den Oscar ein und machte ihn zum Weltstar. Doch nur drei Jahre nach Gladiator spielte Crowe in einem weiteren, vielfach oscarnominierten Epos mit, das auch zu seinen besten Werken gehört, jedoch seinerzeit nicht annähernd so viel Anklang fand: Master and Commander – Bis ans Ende der Welt. In der Verfilmung von Patrick O’Brians Aubrey/Maturin-Reihe, die hauptsächlich Inspiration von drei Romanen der 20-teiligen Saga bezog, spielte Crowe den britischen Marineoffizier Jack Aubrey zu der Zeit der Napoleonischen Kriege. Paul Bettany spielte seinen besten Freund und Vertrauten, den Schiffsarzt (und gelegentlichen Spion) Stephen Maturin.

Master and Commander wurde bei seiner Veröffentlichung 2003 für die unglaubliche Detailverliebtheit bei der Darstellung des Lebens auf hoher See und die gewaltigen Seeschlachten gelobt, ebenso für die einfühlsame Darstellung der Freundschaft zwischen Aubrey und Maturin gelobt. Insgesamt zehn Oscarnominierungen heimste der Film ein. Obwohl er die meisten in dem Jahr an Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs verlor, gingen zwei goldene Statuen (für die Kamera und den Tonschnitt) an den Film. Der Australier Peter Weir erhielt seine bis dato vierte (erfolglose) Nominierung für den Regie-Oscar.

In der Kritik war Master and Commander beliebt, doch an den Kinokassen ging das $150-Mio-Projekt mit einem weltweiten Einspiel von nur knapp über $200 Mio unter. Damit lagen die Pläne eines großen Franchises über Jack Aubrey und Stephen Maturin zunächst auf Eis. Doch 2009 wurde überraschend berichtet, dass ein Skript zum Sequel steht. Zwar ergab sich daraus seitdem auch nichts, doch nun befeuerte Russell Crowe die Hoffnung der Fans selbst über Twitter:

So steht in seinem Tweet, er habe "Flüsterstimmen" gehört, dass eine zweite Seereise von Jack Aubrey eine Möglichkeit sei. Genug Vorlagen hat der 2000 verstorbene britische Autor O’Brian auf jeden Fall hinterlassen. Es stellt sich nur die Frage, ob Fox bereit sein wird, wieder eine so hohe Summe für das Budget bereitzustellen. Als wir zuletzt vor acht Jahren von einem möglichen neuen Film hörten, sollte dieser auf dem 11. Roman der Reihe, "Hafen des Unglücks" (OT: "The Reverse of the Medal") basieren. Dieses ist wiederum hauptsächlich ein Gerichtsdrama, in dem nur ein Teil der Handlung auf See spielt. Das dürfte die Kosten des Projekts reduzieren, jedoch vermutlich viele Fans des ersten Films enttäuschen. Ob Peter Weir, der seit 2011 keinen Film mehr inszeniert hat, als Regisseur zurückkehren würde, ist natürlich auch unklar.

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