Man of Steel (2013) © Warner Bros. Pictures

Quelle: Hey U Guys

Zack Snyders Man of Steel war mit Sicherheit kein Film ohne Makel (allen voran das ausgedehnte Finale, das trotz seiner städtezerstörenden Action auf Dauer eher ermüdete statt zu begeistern), doch das Positive überwog in diesem Film für mich eindeutig das Negative und dieser düstere cineastische Neubeginn des Superman-Mythos hatte das Potenzial für ein vielversprechendes neues Franchise. Doch anstatt sich auf Superman alleine zu fokussieren, hatte Warner Bros. es sehr eilig, ein eigenes DC-Filmuniversum zu erschaffen, um möglichst schnell zu Marvel in Konkurrenz zu treten, sodass anstatt eines direkten Man-of-Steel-Sequels erst einmal Batman v Superman: Dawn of Justice produziert wurde, in dem Kal-El die Leinwand mit Batman und Wonder Woman teilen musste und im Vergleich zu den beiden Comic-Ikonen eindeutig den Kürzeren zog. Als Warner Bros. vor zwei Jahren Pläne für die Zukunft des DC-Univerums verkündete, war ein weiterer Superman-Film auch nicht dabei. Stattdessen sollten erst einmal Wonder Woman, Aquaman, The Flash und Green Lantern eigene Filme bekommen und zwei Justice-League-Filme die großen Höhepunkte des Universums darstellen.

Ist Superman etwa zum ungeliebten Stiefkind des Filmuniversums geworden? Natürlich wird der Mann aus Stahl in Justice League wieder zu sehen sein (trotz seines angeblichen Todes in Batman v Superman), doch Fans von Man of Steel, der für Kritiker und viele Zuschauer als der bislang beste Film aus dem DC Extended Universe gilt, hoffen weiterhin auf einen weiteren eigenen Film über Superman. Es gibt schließlich mehr als genug Geschichten aus fast 80 Jahren von Superman-Publikationen zu erzählen. Sowohl Henry Cavill als auch Zack Snyder bekundeten mehrfach ihr Interesse an einer direkten Man-of-Steel-Fortsetzung, doch mit der Ausnahme von gelegentlichen Gerüchten (wie beispielsweise George Miller als potenzieller Regisseur von Man of Steel 2) schien es lange Zeit, als läge ein eigenständiges Superman-Franchise auf Eis.

Im August wurden die Rufe der Fans nach Man of Steel 2 scheinbar endlich erhört. Kurz nach dem Riesenstart von Suicide Squad wurde von vielen zuverlässigen Quellen berichtet, dass ein neuer Superman-Film bei Warner Bros. nicht nur in Arbeit sei, sondern auch eine hohe Priorität für das Studio besitze. Es wäre nicht die erste Ergänzung des ursprünglichen Warner/DC-Plans bis 2020, denn seitdem begann das Studio auch mit der Entwicklung der Solofilme für Batman und Harley Quinn.

Warner Bros. hat die Meldung nie offiziell bestätigt, doch ein weiteres positives Update kommt jetzt von der Lois-Lane-Darstellerin Amy Adams, die für mich eins der Highlights von Man of Steel darstellte und in Batman v Superman (bis auf eine erinnerungswürdige Badewannen-Szene) sträflich unterging. Im Rahmen der Pressetour zu ihrem Sci-Fi-Film Arrival bestätigte sie, dass ein Drehbuch zum Film geschrieben wird: (aus dem Englischen)

Ich habe von Man of Steel 2 zur gleichen Zeit erfahren wie ihr. Häufig finde ich so etwas erst später heraus, was absolut normal ist und nichts zu bedeuten hat. Aber ja, ich weiß, dass sie an einem Drehbuch arbeiten und ich weiß, dass der Film in der Mache ist.

Wer an dem Skript zu Man of Steel 2 arbeitet ist nicht bekannt, ebenso wenig, ob Zack Snyder beim Sequel Regie führen wird. Angesichts der gemischten bis negativen Resonanz auf Batman v Superman würde es mich überraschen, wenn Warner Bros. die Zügel nicht einem anderen Filmemacher übergeben würde. Angesichts des bereits vollen Terminkalenders der DC-Verfilmungen und der in der Regel langen Vorlaufzeiten bei der Produktion dieser Filme, würde ich nicht vor 2019 oder 2020 mit dem Film rechnen.

Habt Ihr Interesse an Man of Steel 2?