Mamma Mia 2

Quelle: Universal Pictures

Erst vor wenigen Tagen habe ich ein Interview mit Pierce Brosnan gelesen, in dem er auf mehrere Filme in seiner langen Karriere eingegangen ist, darunter auch den Megahit Mamma Mia!, der Meryl Streep eine Golden-Globe-Nominierung und Brosnan selbst die Goldenen Himbeere als "Schlechtester Nebendarsteller" einbrachte. Als er in Erinnerungen über die traumhaften, urlaubsähnlichen Dreharbeiten in Griechenland schwelgte, erinnerte ich mich, wie ich mich 2008 als ABBA- und Musical-Fan auf den wirklich unterhaltsam aussehenden Film gefreut habe, nur um am Ende enttäuscht zu werden. Mamma Mia! hatte zwar (hauptsächlich dank Meryl Streep und den an sich guten Songs) seine Momente, war aber träge erzählt und erreichte selten die erhoffte, sommerliche Leichtigkeit. Hinzu kam, dass diverse Darsteller, allen voran Brosnan (wie er selbst im besagten Interview zugab), wirklich nicht gut singen konnten.

Doch trotz gemischter Rezensionen schlug die Adaption des Bühnenmusicals an den Kinokassen ein wie eine Bombe. Universal veröffentlichte Mamma Mia! in Nordamerika mutigerweise am gleichen Wochenende, an dem auch The Dark Knight angelaufen ist, und profitierte als perfektes Kontrastprogramm zum düsteren Blockbuster. Mit mehr als $600 Mio Einspiel wurde Mamma Mia! zum weltweit erfolgreichsten Film-Musical aller Zeiten und verlor diesen Titel erst dieses Jahr an Die Schöne und das Biest. In Deutschland sahen 4,3 Millionen Zuschauer den Film in den Kinos, mehr als The Dark Knight, Indiana Jones: Das Königreich des Kristallschädels oder Kung Fu Panda im selben Jahr. Besonders bemerkenswert war der Erfolg des Films in Großbritannien wo er sogar kurze Zeit lang als umsatzstärkster Film aller Zeiten regierte und Titanic nach über zehn Jahren vom Thron stieß (mittlerweile belegt Mamma Mia! im Vereinigten Königreich den neunten Platz der erfolgreichsten Filme). Einen weiteren Rekord erzielte Mamma Mia! dann im Heimkino, als der Film zur meistverkauften DVD in Großbritannien wurde. Im Schnitt besitzt jeder vierte Haushalt im Land eine Kopie des Films.

Nachdem sich der riesige Erfolg sehr schnell abgezeichnet hat, begannen auch die Gespräche über eine Fortführung der eigentlich abgeschlossenen Geschichte. 2009 bestätigte Amanda Seyfried, dass Mamma Mia! 2 tatsächlich in Planung sei, doch es war dann auch das letzte Mal, dass wir konkret etwas von dem Sequel gehört haben. Bis gestern, als Universal Pictures überraschend Mamma Mia: Here We Go Again! für den 20.07.2018 (US-Kinostart) angekündigt hat, pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des ersten Films. Die gesamte Besetzung des Originals (Meryl Streep, Amanda Seyfried, Dominic Cooper, Pierce Brosnan, Colin Firth, Stellan Skarsgård) soll zurückkehren, begleitet von einigen neuen, noch nicht bekannten Gesichtern. ABBA-Mitglieder Benny Andersson und Björn Ulvaeus sind als Produzenten und Berater wieder mit an Bord und der Film wird diverse ABBA-Songs enthalten, die es in den ersten Teil nicht geschafft haben, doch auch einige Favoriten aus dem ersten Film werden wieder gesungen (darunter mit Sicherheit der Titelsong).

Während es vor der Kamera genau so aussehen soll, wie letztes Mal, gibt es Veränderungen dahinter. Ol Parker, der Drehbuchautor der beiden Best-Exotic-Marigold-Hotel-Filme, wird das Mamma-Mia!-Sequel schreiben und inszenieren. Beim ersten Film führte noch Theater-Regisseurin Phyllida Lloyd Regie und das Drehbuch stammte aus der Feder von Catherine Johnson, die auch das Bühnenmusical selbst schrieb. Diesmal werde ich meine Erwartungen niedrig halten und hoffentlich positiv überrascht werden.

Freut Ihr Euch auf Mamma Mia: Here We Go Again! oder haltet Ihr die Fortsetzung für überflüssig?

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