Quellen: Lionsgate, Bloody Disgusting

Während Freddy Krueger, Michael Myers und Jason Voorhees nach zusammengerechnet 30 Filmauftritten seit Jahren den wohl verdienten Urlaub von der Leinwand genießen, bleibt ihr Slasher-Kollege Leatherface weiterhin aktiv im Geschäft. Schließlich kommt der Massenmörder mit einer Maske aus menschlicher Haut bislang "nur" auf sieben Filme, obwohl er noch früher in Aktion trat als Freddy, Jason oder Michael. Also muss der Rückstand nachgeholt werden. Zuletzt hörte man seine Kettensäge vor vier Jahren in Texas Chainsaw 3D rattern, der nach dem Reboot von 2003 und dessen Prequel von 2006 zu Tobe Hoopers Original zurückkehrte und dessen (zeitlich gesehen mehr als konfuse) direkte Fortsetzung darstellte.

Der neuste Auftritt des Kettensägenmörders bleibt ebenfalls bei der Original-Sawyer-Familie, geht jedoch in der Zeit zurück und nicht nach vorne. Leatherface (nicht zu verwechseln mit dem dritten Film der Originalreihe, der ebenfalls so hieß) ist das Prequel zu Hoopers Klassiker und handelt von den Teenage-Jahren des titelgebenden Killers.

Was Horrorfans ganz besonders aufhorchen ließ, war die Tatsache, dass die französischen Regisseure Julian Maury und Alexandre Bustillo mit Leatherface ihr englischsprachiges Regiedebüt feiern würden. Mit ihrem Debütfilm-Schocker Inside machten sie sich vor über zehn Jahren in der Neuen Französischen Horrorwelle einen Namen. Die beiden Nachfolger Livid und Among the Living fielen etwas zahmer aus, trugen aber auch die unverwechselbare Handschrift der beiden Regisseure. Nachdem es einige Beschweden über mangelnden Gore-Gehalt in Texas Chainsaw 3D gegeben hat, sollten die beiden Franzosen dafür sorgen, dass in Leatherface jeder Liebhaber von brachialer Gewalt in Horrorfilmen auf seine Kosten kommt. Dass sie dazu mehr als in der Lage sind, haben sie ja mit Inside schon gezeigt.

Leatherface wurde bereits vor zwei Jahren in Bulgarien abgedreht, als erster Film der Texas-Chainsaw-Reihe, der (aus Kostengründen) außerhalb der USA produziert wurde, doch erst diesen Herbst wird er veröffentlicht werden. Der Franchise-Name hat anscheinend auch nicht mehr das gleiche Gewicht wie vorher, denn als erster Teil wird Leatherface auch nicht zunächst im Kino veröffentlicht, sondern am 21. September exklusiv über den Fernsehsatellitenbetreiber DirecTV. Am 20. Oktober wird der Film dann in ausgewählten Kinos in Nordamerika aufgeführt werden und zeitgleich über Video-On-Demand veröffentlicht werden. Die letzten drei Filme hatten noch einen breiten Kinostart.

Lionsgate hat jetzt die erste Vorschau zum Film veröffentlicht und da es sich dabei um einen Red-Band-Trailer handelt, darf darin auch ordentlich Blut spritzen:

Leatherface folgt nicht nur der Kontinuität des Originalfilms, sondern auch der von Texas Chainsaw 3D. Der zentrale Charakter des Films, der durchgedrehte, rachsüchtige Texas Ranger Hal Hartman, gespielt von Stephen Dorff, ist der Vater des Bürgermeisters Burt Hartman aus jenem Film.

Der Streifen handelt von vier entflohenen Insassen einer Nervenheilanstalt – einer von ihnen der zukünftige Leatherface – die eine junge Krankenschwester entführen und sie auf einen höllischen Road Trip mitnehmen, verfolgt von dem besagten Texas Ranger, der den Tod seiner Tochter rächen möchte.

Unten findet Ihr das Filmplakat und drei blutdurchtränkte Bilder aus dem Film. Einen deutschen Starttermin hat Leatherface noch nicht und angesichts der Vorgeschichte dieser Reihe und der beiden Regisseure, könnte ich mir vorstellen, dass er es bei der FSK nicht einfach haben wird.

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