Anti-Claus

Quelle: Deadline

Zwei Doofe, ein Gedanke – das ist in Hollywood ganz verbreitet. Zwei Studios kommen plötzlich auf die Idee, zwei Filme zu einem Thema zu machen. Beispiele gibt es viele und aus allen Genres – Deep Impact und Armageddon, Mission to Mars und Red Planet, Snow White and the Huntsman und Spieglein, Spieglein – diese Liste geht lange weiter. Auch dieses Jahr haben wir einen solchen  Fall mit Renny Harlins The Legend of Hercules und Brett Ratners Hercules.

Dennoch muss ich sagen, dass die aktuelle Meldung mich etwas überrascht, weil es sich in diesem Fall doch um ein sehr, ähm, spezielles Thema handelt, dass innerhalb von kürzester Zeit scheinbar zwei Filmemacher inspiriert hat – der Krampus. Kennt Ihr den Krampus? Im Ostalpenraum (Bayern, Österreich, Ungarn etc.) ist der Krampus als ein Begleiter des Heiligen Nikolaus bekannt, eine Schreckgestalt, die die unartigen Kinder bestraft. Also eine Art Knecht Ruprecht, nur mit einer Teufelsfratze.

Vor kurzer Zeit hat Kevin Smith Pläne bekanntgegeben, mit Anti-Claus einen Film über den Krampus zu drehen, in dem er seine Besetzung aus Tusk wieder übernehmen würde (Justin Long, Michael Parks, Génesis Rodríguez, Haley Joel Osment).

Auf die Idee kam aber auch Michael Dougherty, dessen Film schlicht Krampus heißen soll. Dougherty hat bei mir seit seiner Halloween-Antholige Trick 'r Treat einen Stein im Brett, sodass ich mich auch auf seine Krampus-Erzählung sehr freue. Ob wir jedoch wirklich zwei Krampus-Filme brauchen, sei mal dahingestellt. Kevin  Smith lässt sich von Doughertys Plänen jedenfalls nicht beirren und plant mit dem Dreh von Anti-Claus diesen Herbst zu beginnen.

Dougherty arbeitet derweil parallel auch an einem Sequel zu Trick 'r Treat.