Anti-Claus

Quelle: Comingsoon

Horrorfilme in der Weihnachtszeit spielen zu lassen, war schon lange ein beliebtes Motiv bei Genre-Filmemachern. Zu den bekanntesten Vertretern gehören der wegweisende Genrefilm Black Christmas (nicht das Remake) und in gewisser Hinsicht auch Gremlins. Auch die Idee den Weihnachtsmann selbst zum Übeltäter zu machen, ist nicht neu (siehe beispielsweise den niederländischen Film Saint oder die Trash-Granate Santa’s Slay – Blutige Weihnachten mit dem ehemaligen Profi-Wrestler Bill Goldberg als Santa, der in Wahrheit Satans Sohn ist.

Einen weiteren Beitrag zu diesem Subgenre möchte jetzt auch der Comedian Kevin Smith leisten, der seit seinem Fundamentalismus-Horrorfilm Red State offensichtlich sehr auf den Geschmack von Horrorfilmen kam. Bereis abgedreht ist Smiths Walross(!)-Horrorthriller Tusk mit Justin Long, Michael Parks, Genesis Rodriguez und Haley Joel Osment (ja, den Jungen aus The Sixth Sense gibt’s noch!). Doch scheinbar hat Smith während seiner Arbeit an Tusk bereits an einem weiteren Horrorprojekt gearbeitet, das jetzt bekanntgegeben wurde.

In Anti-Claus bedient sich Smith der Legende von Krampus. Krampus ist in Ländern wie Österreich, Ungarn, Tschechien, aber auch hierzulande in Bayern bekannt als eine teuflisch aussehende Schreckgestalt, die den heiligen Nikolaus begleitet und die unartigen Kinder bestraft. Die Legende von Krampus hat bereits der finnische Weihnachts-Horrorstreifen Rare Exports – Eine Weihnachtsgeschichte angeschnitten.

Für Anti-Claus holt Smith den gesamten oben aufgezählten Haupt-Cast von Tusk zurück (Lon, Parks, Rodriguez, Osment). Auch der Makeup-Maestro Robert Kurtzman wird nach Tusk wieder mit Kevin Smith zusammenarbeiten.

Das ist ja alles schön und gut und ich hatte schon immer eine Schwäche für Horrorfilme zur Weihnachtszeit – doch wo bleibt dann Clerks 3?