Quelle: Wall Street Journal

Im September haben wir euch noch von den Plänen für einen möglichen 23 Jump Street berichtet, und wie sehr wir hoffen, dass hieraus keine Filmreihe wird, die so lange gemolken wird, bis sie keinen Spaß mehr macht. Nun will Sony den nächsten Teil der Jump-Street-Reihe anscheinend mit den Men in Black verbinden. Tja, damit hat sicherlich niemand gerechnet und nein, es ist auch noch nicht April. Die wirre Idee, die sich Sony in den Kopf gesetzt hat, kursiert noch nicht lange im Internet und hat schon jetzt für jede Menge Verblüffung gesorgt. Während 22 Jump Street noch mit einem Gag endete, der einige idiotische und nicht ernst gemeinte Fortsetzungsmöglichkeiten für die Filmreihe anteaste, dachte niemand, dass die eigentliche Idee des nächsten Teils wirklich hochgradig abgedreht ist. Durch den Hackerangriff auf Sony vor zwei Wochen gerieten schon so einige interessante Fakten an die Öffentlichkeit, nun eben auch jene Neuigkeit, dass von Hannah Minghella, der Produktions-Vorsitzenden von Sony Columbia Pictures, grünes Licht für ein geplantes Crossover von Jump Street und Men in Black gegeben wurde.

Bis jetzt habe das Projekt noch kein Skript, obwohl Rodney Rothman wieder als Autor angestellt wurde, und ein offizielles Statement blieb aus, doch interessant ist, dass Drehbuchschreiber Oren Uziel, der mit Rothman das Screenplay für 22 Jump Street schrieb, auch seit Frühling diesen Jahres schon den Auftrag von Sony hat, an Men in Black 4 zu arbeiten. Zufall? Wohl kaum! Phil Lord und Christoph Miller, die bisherigen Jump-Street-Regisseure, würden wohl mindestens als Produzenten agieren, wenn nicht wieder in den Regiestuhl kommen und auch Jonah Hill schien sich schon für die Idee begeistern zu lassen. Allerdings äußerte sich Channing Tatum schon im Oktober eher skeptisch zu den Fortsetzungsplänen und Will Smith und Tommy Lee Jones wären, trotz ihrer Hauptrollen in den drei vorhandenen Men-in-Black-Filmen, wahrscheinlich gar nicht mehr mit an Bord.

Geplant sei der Film wohl schon für 2016 oder 2017 und Sony hofft sicher darauf, mit dem Erfolg der beiden Jump-Street-Filme nun auch der Men-in-Black-Reihe wieder neue Energie zu geben, nachdem sich der letzte Film im Vergleich zu seinen Vorgängern als Enttäuschung an den Kinokassen herausstellte. So hat man wohl sogar schon mit Steven Spielberg darüber geredet, ob nicht Interesse an einer Zusammenarbeit bestehe, nachdem er bei allen Men-in-Black-Filmen als Produzent dabei war, und Sony mit diesem Film nun den Weg für eine neue Generation Men in Black ebnen wolle. Das Ganze scheint also gewiss ernst gemeint zu sein.

Was ich dazu sage? Manchmal gibt es Meldungen da muss man den Titel dreimal lesen, um sich zu vergewissern, dass man keine neue Brille benötigt. Zum Beispiel wenn man gerade erfährt, dass zwei komplett zusammenhanglose Franchises zusammengeführt werden sollen, dann darf man sich sicherlich schon einmal fragen, ob sich da jemand einen Scherz erlaubt, oder hier einfach aus Jux gewürfelt wurde, bis zwei Filmreihen dastanden, die nun zusammengequetscht werden sollen. Generell klingt die Idee schon fast wieder so abgedreht und so unfassbar blöd, dass ich schon wieder gewillt bin zu glauben, sie könnte wirklich funktionieren… oder eben auch nicht.