Jumanji 3

© 2017 Sony Pictures

Quelle: Dwayne Johnson Instagram

Wer meine Artikel in den letzten sechs Jahren gelesen hat, weiß, dass ich zwar alle Fakten, so wie sie sind präsentiere, mich aber auch nicht mit meiner eigenen Meinung hinsichtlich der jeweiligen Filme und Serien, die ich vorstelle, zurückhalte. Diese ist selbstverständlich nicht immer positiv und es kommt auch durchaus vor, dass ich einigen kommenden Projekten skeptisch gegenüber eingestellt bin. Ich bin aber auch der erste, der zugibt, sich geirrt zu haben, wenn ein Film oder eine Serie sich entgegen meinen Erwartungen als wirklich sehenswert entpuppt.

Eine solche Überraschung war für mich letztes Jahr Jumanji: Willkommen im Dschungel. Als riesengroßer Fan des Originalfilms mit Robin Williams konnte ich wenig Vorfreude gegenüber dem Nachfolger aufbringen, dessen Trailer eine Orgie an computergenerierten Effekten versprachen und wenig vom Charme des ersten Films enthielten. Und dann kam da noch meine Abneigung gegenüber Kevin Hart hinzu. Der finale Film war jedoch erheblich unterhaltsamer, als ich es mir hätte je vorstellen können. Zwar bleibt Jumanji mit Williams mein klarer Favorit, doch Willkommen im Dschungel bot zwei Stunden astreine Popcorn-Unterhaltung und Hart war tatsächlich mal nicht nervtötend, sondern sogar gelegentlich lustig.

Ich bin nicht alleine, denn Jumanji: Willkommen im Dschungel avancierte zu einem phänomenalen Erfolg, getragen von starker Mundpropaganda. Weltweit nahm der Film bereits mehr als $950 Mio ein und ließ Blockbuster wie Guardians of the Galaxy Vol. 2 und Wonder Woman an den Kinokassen hinter sich. Vor wenigen Tagen erreichte er einen neuen Meilenstein: der Film zog am ersten Spider-Man vorbei und wurde zu Sonys umsatzstärkstem Film aller Zeiten (!) in Nordamerika.

Um diesen Anlass gebührend zu feiern, veröffentlichte Dwayne Johnson über Instagram ein Video (unten) und kündigte ganz offiziell an, dass an Jumanji 3 bereits gearbeitet wird. Überraschen sollte das einen genau so wenig, wie dass Black Panther in die zweite Runde gehen wird oder dass "Supernatural" noch zig Staffeln erhalten wird. Willkommen im Dschungel war ein Riesenhit und ein Publikumsliebling.

Im Februar beauftragte Sony bereits Scott Rosenberg und Jeff Pinkner, zwei der vier Autoren von Willkommen im Dschungel, mit dem Drehbuch zum Nachfolger. Jake Kasdan soll als Regisseur zurückkehren und Dwayne Johnson, Karen Gillan, Kevin Hart und Jack Black werden wohl wieder als Spieler-Avatare vor die Kameras treten. Angeblich visiert Sony Dezember 2019 für den Start des Films an, in direkter Konkurrenz zu Star Wars: Episode IX. Warum auch nicht, schließlich hat der erste Film ja auch Die letzten Jedi als Konkurrenten mehr als gut verkraftet. Allerdings erscheint es angesichts von Johnsons vollem Terminkalender sehr fraglich, dass er tatsächlich die Zeit finden wird, das Jumanji-Sequel so schnell abzudrehen.